Ein Routineeingriff in Bangkok endet tödlich – der Fall eines Influencers erschüttert die Welt des Medizintourismus.
Ein kosmetischer Eingriff in Bangkok hat für den britisch-nigerianischen Unternehmer und Influencer Igho „Tiny“ Ubiribo tödliche Folgen gehabt. Der 43-Jährige starb nach einer Penis-Filler-Behandlung an einer Lungenembolie. Bei dem Eingriff waren ihm rund 40 Milliliter Hyaluronsäure und Lidocain injiziert worden – eine Kombination, die zu seinem Zusammenbruch und schließlich zu seinem Tod führte.
Tödlicher Eingriff
Im März 2026 befand sich Ubiribo gemeinsam mit seiner Ehefrau Danielle Simba Allen in Thailand. Am 5. März suchte er eine Klinik in Bangkok auf, deren Name bislang nicht bekannt ist, und unterzog sich dort dem kosmetischen Eingriff. Kurz darauf klagte er über starke Brustschmerzen und verlor das Bewusstsein.
Er wurde umgehend in das Sukhumvit Hospital in Bangkok eingeliefert, wo das medizinische Personal rund 100 Minuten lang versuchte, ihn zu reanimieren. Am Morgen des 6. März erlag er seinen Verletzungen.
Obduktion klärt auf
Aufschluss über die genaue Todesursache brachten erst die anschließenden Untersuchungen der britischen Gerichtsmedizin. Die Obduktion ergab, dass sich die injizierte Hyaluronsäure in der Lunge abgelagert und dort eine tödliche Embolie ausgelöst hatte. Die Klinik in Bangkok, in der der Eingriff vorgenommen wurde, konnte bis dato nicht identifiziert werden.
Regulierung im Fokus
In Thailand müssen Schönheitskliniken als medizinische Einrichtungen vom Gesundheitsministerium beziehungsweise dem Department of Health Service Support lizenziert werden, bevor sie Behandlungen wie Filler anbieten dürfen. Die thailändische Arzneimittelbehörde (FDA) hat im April 2026 einen Entwurf für strengere Regeln zu kosmetischen Hautinjektionen vorgelegt, der vorsieht, dass injizierbare Filler nur noch an medizinische Einrichtungen und lizenzierte Ärztinnen und Zahnärzte verkauft werden dürfen.
Der Tod von Ubiribo, der auf Instagram rund 185.000 Follower hatte, rückt die Gefahren kosmetischer Behandlungen im Ausland erneut in den Fokus.