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Pfand-Chaos: Verbraucher rätseln über richtige Beträge

Pfand-Chaos: Verbraucher rätseln über richtige Beträge
FOTO: BILLA AG/Robert Harson
2 Min. Lesezeit |

Österreich hat ein neues Einwegpfandsystem für Plastikflaschen und Dosen eingeführt, das für Verwirrung sorgt. Die unterschiedlichen Pfandbeträge variieren je nach Verpackungsart.

Österreich hat zu Beginn des Jahres ein Einwegpfandsystem für Plastikflaschen und Dosen eingeführt, um einen nachhaltigeren Umgang mit Verpackungen zu fördern. Im Februar wurde zudem das Pfand auf Glasflaschen erhöht. Die unterschiedlichen Pfandbeträge, die je nach Verpackungsart 25, 20 oder 0 Cent betragen können, sorgen jedoch für Verwirrung bei den Verbrauchern.

Rückgabe

Das neue System umfasst im wesentlichen Kunststoffflaschen und Dosen mit einem Volumen von 0,1 bis 3 Litern. Für diese Behälter wird ein Pfand von 25 Cent erhoben, das bei Rückgabe erstattet wird. Sofern die Flaschen das Pfandsymbol über dem Strichcode tragen und unbeschädigt, leer sowie mit lesbarem Etikett zurückgegeben werden. Derzeit sind jedoch nur wenige Einwegpfandflaschen und -dosen im Handel, da es eine Übergangsfrist bis zum 31. März gibt, während der Produkte ohne Teilnahme am neuen System abgefüllt werden dürfen. Diese können bis Jahresende pfandfrei verkauft werden.

Erhöhtes Glasflaschenpfand

Im Februar erfuhr das Pfand auf Bierflaschen nach über 40 Jahren eine Erhöhung. Im Rahmen der neuen Kreislaufwirtschaft für Einwegverpackungen stieg es von neun auf 20 Cent. Dies führte zu höheren Kosten für Bierkäufer: Seit dem 2. Februar kostet eine Kiste Bier sieben Euro Pfand, bestehend aus 20 mal 20 Cent für die Flaschen und drei Euro für die Kiste. Auch Getränkemarken wie Fritz-Kola, Murelli und Club Mate haben die Erhöhung übernommen.

Etikett wesentlich

Es lohnt sich, auf das Etikett zu achten, da nicht jede Bierflasche gleich ist. Viele 0,33-Liter-Biere sind sowohl in Mehrweg- als auch in Einwegflaschen erhältlich, wobei letztere oft an ihrem schmalen, langen Flaschenhals erkennbar sind. Ausnahmen gibt es: So wird Corona-Bier nur noch in Pfandflaschen angeboten. Einige Privatbrauereien, wie die in der oberösterreichischen Stadt Freistadt, oder Flaschen mit Bügelverschluss erheben ein höheres Pfand von 36 bzw. 51 Cent.

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Um „Pfandtourismus“ zu verhindern, wurde der Pfandbetrag für österreichisches Bier im Ausland auf sieben Euro angehoben. In Deutschland beträgt das Pfand für eine Kiste nur 3,10 Euro.

Vom Pfandsystem ausgenommen sind Getränkeverbundkartons, Sirupe und Getränkeflaschen aus Metall mit Kunststoffverschlüssen. Auch Getränkearten von Milchprodukten, Flaschen für Beikost und flüssige Lebensmittel für medizinische Zwecke sind ausgeschlossen.