Ein Pflegeheim im Bezirk St. Pölten, ein versperrter Spind – und ein Verdacht, der eine Pflegerin ins Visier der Ermittler bringt.
In einem Pflegeheim im Bezirk St. Pölten fiel einem 78-jährigen, auf Pflege angewiesenen Bewohner seit Juli 2025 wiederholt auf, dass Bargeld aus seinem Spind verschwunden war. Der Gesamtschaden belief sich auf rund 600 Euro. Als Ende Jänner abermals 300 Euro fehlten, schaltete er die Polizei ein.
Videoüberwachung als Beweis
Im Zuge der daraufhin eingeleiteten kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten eine technische Überwachungsmaßnahme beantragt und in der Folge auch genehmigt. Die Auswertung des dabei gewonnenen Videomaterials lenkte den Verdacht auf eine 48-jährige Pflegerin. Nach Angaben der Polizei soll sie das Geld mithilfe eines widerrechtlich beschafften Schlüssels aus dem Spind des Mannes entwendet haben.
Darüber hinaus steht die Frau im Verdacht, auch einer anderen Bewohnerin der Einrichtung mehr als 200 Euro gestohlen zu haben. Bei den polizeilichen Einvernahmen zeigte sie sich nicht geständig.
Nach Abschluss der Ermittlungen wird sie der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt.