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Selbsttest bei Europlasma: So läuft eine Plasmaspende wirklich ab (VIDEO)

Selbsttest bei Europlasma: So läuft eine Plasmaspende wirklich ab (VIDEO)
Plasmaspende Ablauf – Selbsttest bei Europlasma in Österreich (Foto: Kosmo)
5 Min. Lesezeit |

Plasmaspenden klingt für viele im ersten Moment nach etwas Medizinischem, Kompliziertem oder sogar Einschüchterndem. Doch wie läuft eine Spende tatsächlich ab? Unsere Redakteurin Aleksandra Vukic war für KOSMO vor Ort bei Europlasma, hat den Prozess selbst erlebt und dabei jene Fragen gestellt, die sich viele LeserInnen vor ihrer ersten Plasmaspende stellen.

Schon beim Betreten des Zentrums wird klar: Eine Plasmaspende ist kein spontaner Schnelltermin, sondern ein klar strukturierter medizinischer Ablauf. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Aufklärung und Kontrolle – von der Anmeldung über die Erstuntersuchung bis hin zur Erholungsphase nach der Spende.

Die Erstuntersuchung: Was man vorab wissen muss

Bevor man zum ersten Mal Plasma spenden darf, steht zunächst eine Erstuntersuchung an. Dafür sollte man vorab einen Termin vereinbaren. Wichtig ist außerdem, die nötigen Unterlagen mitzunehmen: einen Meldezettel sowie einen amtlichen Lichtbildausweis, etwa Reisepass oder Führerschein. Für die gesamte Untersuchung sollte man ungefähr eine Stunde einplanen.

Wer darf überhaupt Plasma spenden?

Aleksandra wollte vor Ort wissen, wer überhaupt Plasma spenden darf. Die Voraussetzungen für Spenderinnen und Spender sind klar definiert:

  • Wohnsitz: in Österreich oder einem Nachbarland
  • Gewicht: zwischen 50 und 150 Kilogramm
  • Alter: zwischen 18 und maximal 60 Jahre
  • Gesundheit: körperlich und geistig fit

Gesundheitscheck vor der Spende

Vor der eigentlichen Spende werden zunächst verschiedene Gesundheitswerte überprüft. Dazu gehören Blutdruck, Puls und Gewicht. Anschließend folgt im Arztzimmer eine Blutabnahme. Diese Blutprobe dient dazu festzustellen, ob eine Person als SpenderIn geeignet ist. Untersucht werden unter anderem das Blutbild, Infektionsparameter und der Eiweißwert.

Warum der Eiweißwert so wichtig ist

Gerade der Eiweißwert spielt bei der Plasmaspende eine wichtige Rolle. Denn beim Spenden wird Eiweiß abgegeben, das im Plasma enthalten ist. Vor Ort wurde erklärt, dass der Körper dieses Eiweiß innerhalb von etwa 48 Stunden wieder nachbildet. Auch das Körpergewicht ist entscheidend, weil davon abhängt, wie viel Plasma entnommen werden darf.

Die richtige Vorbereitung auf die Plasmaspende

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Vorbereitung. Wer gut vorbereitet kommt, erlebt den Ablauf meist deutlich entspannter. Diese Tipps helfen dabei:

  • Essen: vorher unbedingt essen – idealerweise proteinreich und fettarm
  • Fett meiden: Fett im Plasma kann die Qualität bei der Weiterverarbeitung beeinträchtigen
  • Trinken: mindestens eineinhalb Liter Wasser oder Tee
  • Kein Alkohol: vor der Spende vermeiden
  • Fit erscheinen: ausgeschlafen und gesund sein

Der praktische Teil: So funktioniert die Spende

Dann beginnt der praktische Teil. Während der Plasmaspende wird das Blut über ein Schlauchsystem in eine Zentrifuge geleitet. Dort wird das Plasma von den Blutzellen getrennt. Das Plasma wird anschließend in einem Beutel gesammelt. Die Blutzellen fließen dagegen wieder in den Körper zurück – dazu gehören rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Den genauen Ablauf der Plasmaspende erklärt Europlasma auch Schritt für Schritt auf seiner Website.

Spürt man etwas bei der Spende?

Viele ErstspenderInnen fragen sich, ob man dabei etwas spürt. Genau diese Frage stellte Aleksandra auch im Zentrum. Die Antwort aus dem Selbsttest fällt beruhigend aus: Möglich ist, dass man leicht wahrnimmt, wie das Blut zurückfließt. Gefährlich ist das aber nicht – der gesamte Vorgang ist medizinisch kontrolliert und wird begleitet.

Nach der Spende: Erholung ist wichtig

Nach der Spende ist Ruhe angesagt. Man sollte noch etwa eine halbe Stunde im Zentrum bleiben, etwas trinken oder sich kurz erholen. Für den restlichen Tag gilt:

  • nichts Schweres tragen
  • keinen anstrengenden Sport machen

Übrigens: Plasma spenden hilft nicht nur anderen Menschen. Wer regelmäßig spendet, erhält zudem eine Aufwandsentschädigung. Wie du damit Leben rettest und gleichzeitig Geld verdienst, haben wir bei KOSMO bereits ausführlich beschrieben.

Fazit: Unkomplizierter als gedacht

✅  Das Ergebnis des Selbsttests Eine Plasmaspende ist ein gut organisierter, medizinisch begleiteter Ablauf mit klaren Regeln. Wer gut vorbereitet kommt, ausreichend isst und trinkt und sich gesund fühlt, erlebt den Prozess meist deutlich unkomplizierter als gedacht.

Wer es selbst ausprobieren möchte, findet bei Europlasma das passende Spendezentrum in seiner Nähe und kann direkt einen Termin vereinbaren.

Häufige Fragen zur Plasmaspende


Wer darf in Österreich Plasma spenden?

Plasma spenden dürfen Personen mit Wohnsitz in Österreich oder einem Nachbarland, die zwischen 50 und 150 Kilogramm wiegen und zwischen 18 und 60 Jahre alt sind. Außerdem muss man körperlich und geistig fit sein.


Wie lange dauert eine Plasmaspende?

Für die Erstuntersuchung sollte man rund eine Stunde einplanen. Nach der eigentlichen Spende empfiehlt sich zudem eine Erholungsphase von etwa einer halben Stunde im Zentrum.


Was sollte man vor einer Plasmaspende essen und trinken?

Vor der Spende sollte man proteinreich und fettarm essen. Außerdem werden mindestens eineinhalb Liter Wasser oder Tee empfohlen. Alkohol sollte man dagegen vermeiden.


Tut eine Plasmaspende weh?

Der Vorgang ist nicht gefährlich und wird medizinisch begleitet. Möglich ist lediglich, dass man leicht spürt, wie das Blut zurückfließt. Schmerzhaft ist die Spende in der Regel nicht.


Welche Unterlagen braucht man für die erste Plasmaspende?

Für die Erstuntersuchung benötigt man einen Meldezettel sowie einen amtlichen Lichtbildausweis – zum Beispiel Reisepass oder Führerschein.

Hinweis

Dieser Selbsttest beschreibt die persönliche Erfahrung unserer Redakteurin und dient der allgemeinen Information. Konkrete Voraussetzungen und der genaue Ablauf können je nach Spendezentrum variieren. Verbindliche Auskünfte erteilt Europlasma direkt vor Ort.

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KO KOSMO-Redaktion
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