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Terrorgefahr

Polizeichef warnt: Anhaltende Gefahr durch Terrorismus

Polizeichef Gerhard Pürstl. (FOTO: LPD Wien/Fabian Emmer/BalkansCat)
Polizeichef Gerhard Pürstl. (FOTO: LPD Wien/Fabian Emmer/BalkansCat)

Wien steht weiterhin im Fadenkreuz des Terrorismus, eine Realität, die durch die unruhige Situation im Nahen Osten und geplante Anschläge auf Wiener Kirchen durch Islamisten unterstrichen wird. Gerhard Pürstl, Wiens Landespolizeipräsident, sieht in dieser Bedrohung eine Konstante, die uns auch in den kommenden Jahren begleiten wird.

Wiens Landespolizeipräsident, Gerhard Pürstl, zeichnet ein düsteres Bild der Zukunft. „Ich glaube, dass uns auch 2024 das Thema Terrorgefahr begleiten wird, das nimmt uns niemand mehr weg“, warnt er. Sein Pessimismus speist sich aus der anhaltenden Unruhe im Nahen und Mittleren Osten. „Es ist diese abstrakte Gefahr da, überhaupt so lange die Lage im Nahen Osten so ist, wie sie ist, und es ist überhaupt keine Besserung zu sehen. Aber es ist auch im Mittleren Osten überhaupt keine Veränderung zu sehen“, führt Pürstl aus.

Pro-Palästina-Demos überwachen

In Anbetracht dieser Bedrohung sieht Pürstl die Notwendigkeit, Pro-Palästina-Demos nachrichtendienstlich und staatspolizeilich zu überwachen. Es gilt, im Anti-Terror-Kampf Maßnahmen zu ergreifen, die das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen, ohne dabei in übertriebene Einschränkungen zu setzen. „Man könne Veranstaltungen einfach nicht stattfinden lassen, man könne sagen, „bitte macht Kirchen zu“, damit wäre aber genau das erreicht, was jeder Terrorist wolle, „nämlich den Staat, die Regierungen und die Gesellschaft zu destabilisieren.““, erklärt Pürstl.

Zunahme von Anzeigen

Die zunehmende Feindseligkeit, die durch den Konflikt in Israel entflammt wurde, sowie eine Zunahme von Anzeigen wegen antisemitischer Äußerungen haben zu einer engen Zusammenarbeit mit der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) geführt.

„Eines ist ganz klar, und das weiß jeder Polizist in Wien: Für Antisemitismus ist kein Platz. Das ist etwas, wo wir alert sind und ganz konsequent einschreiten und jeden noch so geringen Verdacht zur Anzeige bringen. Den Weg werden wir mit Sicherheit so fortführen“, betont Pürstl.