Wer ohne Ticket fährt, bringt Kontrolleuren bares Geld: Pro ertapptem Schwarzfahrer kassieren Wiener Linien-Mitarbeiter eine Prämie – mit lukrativen Steigerungsstufen.
Fahrscheinkontrolleure der Wiener Linien erhalten für jeden ertappten Schwarzfahrer eine Prämie in Höhe von 7,30 Euro. Diese finanzielle Vergütung verdoppelt sich ab dem 317. aufgedeckten Fall auf 14,60 Euro und steigt ab dem 417. Fall sogar auf 18,25 Euro pro Schwarzfahrer an. Allerdings verfällt der Anspruch auf diese Zusatzzahlung, wenn die betreffende Person ihre Strafe nicht innerhalb von sechs Wochen begleicht. Diese Regelungen sind im Kollektivvertrag der Wiener Stadtwerke verankert, wie das Onlinemedium „campus a“ als erstes publik machte.
Das monatliche Grundgehalt für Kontrolleure beläuft sich derzeit auf 2.579,25 Euro brutto. Die Möglichkeit zu Überstunden ist dabei direkt an die individuelle Erfolgsquote bei den Kontrollen gekoppelt – ein Anreizsystem, das die Effizienz der Fahrscheinüberwachung steigern soll.
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Transparente Regelung
Die Verkehrsbetriebe reagierten am Mittwoch mit Erstaunen auf die mediale Aufmerksamkeit für dieses Thema. Gegenüber der APA betonte eine Sprecherin der Wiener Linien, dass die Prämiensätze keineswegs unter Verschluss gehalten würden. „Alle Details zur Prämienregelung sind öffentlich und transparent im Kollektivvertrag einsehbar“, erklärte sie und fügte hinzu, dass es selbstverständlich nicht üblich sei, den vollständigen Kollektivvertrag auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen.