Prominente US-Stars ziehen nach Großbritannien. Die politische Lage unter Trump treibt sie ins Ausland.
In den letzten Monaten hat sich eine bemerkenswerte Bewegung prominenter Persönlichkeiten aus den Vereinigten Staaten herausgebildet, die das Land in Richtung Großbritannien verlassen. Zu den bekanntesten Namen gehören Ellen DeGeneres, America Ferrera und Courtney Love. Dieser Trend ist nicht zuletzt durch die politische Entwicklung unter Donald Trump beschleunigt worden.
Neues Zuhause in Cotswolds
Die Cotswolds in England haben sich als neues Zuhause für Ellen DeGeneres und ihre Ehefrau Portia de Rossi erwiesen. Nach der Wiederwahl von Trump entschloss sich das Paar, Kalifornien den Rücken zu kehren und ihre Immobilien in Montecito zu verkaufen. DeGeneres erklärte gegenüber TMZ, dass die politische Situation in den USA sie zu diesem Schritt veranlasst habe.
Auch Rosie O’Donnell hat nach der Präsidentenwahl den Entschluss gefasst, die Vereinigten Staaten zu verlassen. In einem TikTok-Video aus Irland erklärte sie, dass dieser Umzug das Beste für sie und ihr Kind sei, ohne Trump direkt zu erwähnen, jedoch mit einem klaren Verweis auf die politische Lage.
Courtney Love, die bereits in Großbritannien lebt, hat durch die Wahl Trumps den Entschluss gefasst, britische Staatsbürgerin zu werden. Die politische Vision Trumps bezeichnete sie als „angsteinflößend“. Laut dem britischen Innenministerium stieg die Zahl der Amerikaner, die die britische Staatsbürgerschaft beantragten, insbesondere nach der Präsidentenwahl, deutlich an.
Attraktives London
David Lesperance, ein Berater für wohlhabende Umzugswillige, erklärte, dass die Abwanderung vieler Amerikaner nach Großbritannien stark mit der Ablehnung der politischen Situation in den USA unter Trump zusammenhängt. London bietet durch seine Sprache, Schulen und kulturellen Einrichtungen einen attraktiven Standort, der besonders für Personen aus der Film- und Medienbranche anziehend ist. America Ferrera, bekannt aus „Ugly Betty“, zieht ebenfalls in Betracht, mit ihrer Familie nach London zu ziehen.
Andere Ziele
Neben Großbritannien zieht es auch einige Prominente in andere Länder. Richard Gere hat sich für Spanien entschieden, während Eva Longoria nun in Marbella und Mexiko lebt. Der Wunsch nach einem Leben außerhalb der USA wird oft mit der politischen Lage, aber auch mit der Pandemie und den gesellschaftlichen Veränderungen begründet.
Ein nicht zu unterschätzender Teil der amerikanischen Bevölkerung denkt mittlerweile ebenfalls über einen Umzug ins Ausland nach. In Städten wie New York und Los Angeles ist dieser Gedanke besonders verbreitet. Prominente wie Miley Cyrus und Amy Schumer hatten bereits während Trumps erster Amtszeit mit einem Wegzug gedroht, blieben jedoch letztlich in den USA.
Die politische Unzufriedenheit einiger Prominenter stößt jedoch nicht überall auf Verständnis. Nancy Wilson von der Rockband Heart äußerte sich kritisch über die politische Lage in den USA, was ihr heftige Kritik einbrachte.
Einige Fans reagierten mit Unverständnis und forderten sie auf, das Land zu verlassen, wenn sie sich so unwohl fühle.