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KRIMINELLE ORGANISATION

Prozess: So machte die serbische Mafia Cevapcici aus Menschenfleisch

(FOTO: Screenshot TV Pink, iStock/ eyjafjallajokull)

Gestern begann vor dem Strafgericht Belgrad der Prozess gegen das berüchtigte Drogenkartell, das von Veljko Belivuk und Marko Miljkovic organisiert und geleitet wurde. Der Hauptzeuge Srdjan Lalic gab einen Teil seiner Aussage zu Protokoll und erklärte, wie die Verbrecher die Leichen ihrer Opfer durch den Fleischwolf jagten und entsorgten.

Der Hauptzeuge beschrieb zahlreiche Verbrechen, die dem Drogenkartell zur Last gelegt werden, und enthüllte Details über den Mord an Goran Velickovic Goksi, dem Fan des FK „Partizan“ Belgrad. Außerdem nannte er weitere Auftragsmorde, die der Öffentlichkeit bisher unbekannt waren.

Im Zeugenstand erzählte Lalic, wie die Leiche von Goran Velickovic entsorgt wurde.

“Velickovic wurde am 3. August 2020 getötet. Am folgenden Tag fuhren Belivuk und ich zu dem Haus. Spasojevic und Milos Budimir waren schon da. Die Leiche musste entsorgt werden, ich nahm daran teil. Davor hatte ich in der Garage einen Fleischwolf gesehen, er war auf zwei Paletten aufgestellt. Nylon-Planen wurden verwendet, um die Garage zu schützen. Danach half ich Belivuk, die Überreste auf der Rasenfläche in der Garage zu verbrennen. Danach verließen wir das Haus. Die Säcke blieben in der Garage. Am Abend fuhren wir mit einem Jeep wieder hin, den Wagen hatte Velja von Braco, einem Stadion-Angestellten, ausgeborgt. Dieser wusste nicht, was wir damit vorhatten. Da fuhren wir das erste Mal mit dem Wagen zum Fluss und luden den Inhalt der Säcke hinaus, so wie mehrere Male zuvor und danach auch. Auf dem Weg hielten wir an einer Tankstelle. Wir kehrten zurück”.

An dieser Stelle machte Lalic eine Digression und erzählte etwas, das er zuvor vergessen hatte zu erwähnen.

„Im Frühjahr 2020 zeigten mir Belivuk und Miljkovic am Stadion des FK „Partizan“ Fotos eines jungen Mannes, den der Skaljarski-Clan angeblich dem Kavacki-Klan hingeschickt hatte. Wir versuchten herauszufinden, wer dieser Mann war, wir konnten uns irgendwie identifizieren. Es handelte sich nicht um den Strahinja, der Sarac verpfiffen hatte, so wie wir ursprünglich dachten. Ich erzähle das, weil die Gruppe nach diesem Ereignis gewalttätigen Charakter bekam. Die Leute fürchteten um ihr Leben. Ich will Ihnen ein vollständiges Bild geben, denn die Mitglieder wurden eingeschüchtert und wurden deswegen gewalttätig“, gab das Mitglied des Drogenkartells an.

Wie von den serbischen Medien zuvor berichtet, hat diese Verbrecherbande mehrere Opfer im Fleischwolf zerhackt und anschließend zu Cevapcici verarbeitet.

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