Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Machtdemonstration

Putins Nuklear-Poker: Raketen-Test während US-Gesprächsabsage

Putins Nuklear-Poker: Raketen-Test während US-Gesprächsabsage
Foto: iStock/epa ALEXEI NIKOLSKY
1 Min. Lesezeit |

Mit Interkontinentalraketen, U-Boot-Abschüssen und Bombereinsätzen demonstriert Russland seine nukleare Schlagkraft – während diplomatische Kanäle zu den USA abkühlen.

Russland führte unter Putins Aufsicht umfangreiche Atomwaffenübungen durch, bei denen mehrere strategische Nuklearstreitkräfte zum Einsatz kamen. Vom nordrussischen Stützpunkt Plessezk startete eine Interkontinentalrakete des Typs Jars, während gleichzeitig ein U-Boot in der Barentssee eine weitere Langstreckenrakete abfeuerte. Die Manöver umfassten zudem Einsätze von Tu-95-Bombern, die Marschflugkörper mit erheblicher Reichweite zum Abschuss brachten.

Der Kreml erklärte, die Übungen dienten der Überprüfung militärischer Kommandostrukturen. Generalstabschef Waleri Gerassimow informierte den russischen Präsidenten per Videokonferenz über den Zweck der Manöver, die speziell darauf ausgerichtet waren, Verfahren zur Autorisierung nuklearer Waffensysteme zu simulieren. Putin betonte dabei den planmäßigen Charakter der Übungen.

Gipfel-Absage

Die nuklearen Manöver fanden nur wenige Stunden nach der Absage eines geplanten Gipfeltreffens zwischen Putin und dem US-Präsidenten Donald Trump statt. Trump hatte am Dienstag erklärt, ein Treffen mit dem russischen Staatschef zur Erörterung der Ukraine-Krise sei vorerst nicht vorgesehen, da er keine Zeit verschwenden wolle.

Putin wiederholte in diesem Zusammenhang, dass die Atomwaffenübungen bereits seit längerem terminiert gewesen seien.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen