Die Gruselsaison lockt nicht nur mit Geistern und Hexen – auch Betrüger haben Hochkonjunktur. Mit verführerisch günstigen Halloween-Kostümen ziehen sie ahnungslosen Käufern das Geld aus der Tasche.
Pünktlich zur Gruselsaison locken zahlreiche Online-Anbieter mit günstigen Halloween-Kostümen. Doch hinter vielen verlockenden Angeboten verbergen sich Betrügereien, warnt der Verein Watchlist Internet. Wie der ORF Kärnten berichtet, handelt es sich bei den professionell gestalteten Webseiten oft um reine Betrugsmaschen.
Die Kriminellen passen ihre Strategien stets den aktuellen Anlässen an, erläutert Matthias Kogelnig von der Landespolizeidirektion Kärnten: „Zum Oktoberfest gibt es Lederhosen und Dirndl, günstiger als auf den anderen Shops. Oder zur Urlaubszeit billigere Urlaubsreisen. Und jetzt gibt es eben speziell diese Online-Shops für Halloween-Kostüme.“ Das Prinzip bleibt jedoch unverändert: Kunden bezahlen für Waren, die niemals geliefert werden.
Warnzeichen erkennen
Um nicht in die Falle zu tappen, empfiehlt Kogelnig besondere Aufmerksamkeit: „Es ist so wie immer: Was zu gut ist, um wahr zu sein, ist meistens nicht wahr. Wenn zum Beispiel die Preisgestaltung weit unter dem marktüblichen Niveau ist, dann sollte man schon einmal hellhörig werden.“ Überprüfen Sie außerdem das Alter der Website und achten Sie auf ein vollständiges Impressum: „Man kann dann nachschauen, ob es eine Steuernummer oder eine Adresse gibt.“ Selbst bei positiven Kundenbewertungen ist Skepsis angebracht – diese können laut dem Experten heutzutage leicht gefälscht werden.
Nach dem Betrug
Falls Sie dennoch Opfer eines Betrugs geworden sind und per Sofortüberweisung bezahlt haben, ist eine Rückerstattung meist schwierig. Bei anderen Zahlungsmethoden bestehen jedoch Chancen, wie Kogelnig erklärt: „Wenn man eine Überweisung getätigt hat, sollte man sofort die Bank kontaktieren, um die Überweisung rückgängig zu machen, wenn es noch geht. Im Fall einer Kreditkartenzahlung sollte man auch den Betreiber der Kreditkartenfirma anrufen und die Kreditkarte sperren, falls nötig.“ Bei Zahlungen über Dienste wie Paypal oder Klarna rät der Polizeiexperte, unbedingt den Käuferschutz zu nutzen.
Unabhängig vom Zahlungsweg sollten Betroffene in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten.