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Red-Bull-Insider packt aus: So bitter ist das Leben der F1-Mechaniker

Red-Bull-Insider packt aus: So bitter ist das Leben der F1-Mechaniker
EPA-EFE/ALI HAIDER
2 Min. Lesezeit |

Calum Nicholas, ehemaliger Mechaniker im Formel-1-Team von Red Bull, hat mit deutlichen Worten auf abwertende Kommentare über die Arbeit von Boxencrew-Mitgliedern reagiert. Der frühere Mitarbeiter aus Verstappens Meisterteam ließ nach dem verzögerten Boxenstopp von Lando Norris beim Großen Preis von Italien seiner Frustration freien Lauf.

Besonders ein Kommentar in sozialen Medien, der Reifenwechsler als Personen abtat, die „nur drei Sekunden Arbeit“ leisten würden, brachte Nicholas auf die Palme. „Das ist Unsinn und besonders beschämend“, konterte der Fachmann und lieferte Einblicke in die tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Mechaniker.

Harte Arbeitsbedingungen

„Das durchschnittliche Gehalt liegt bei etwa 60.000 Pfund pro Jahr, und die durchschnittliche Arbeitswoche umfasst rund 70 Stunden“, erklärte Nikolas. Entgegen der glamourösen Außendarstellung der Formel 1 fliegen die Mechaniker in der Economy-Klasse, und für die Teilnahme am Boxenstopp-Team gibt es keine Bonuszahlungen.

Zudem beschränken sich ihre Aufgaben keineswegs auf die Reifenwechsel. Da ein Rennstall an einem Grand-Prix-Wochenende nur 60 operative Mitarbeiter einsetzen darf, übernehmen viele Mechaniker mehrere Funktionen – vom Boxenstopp bis zur Reparatur der hochkomplexen Boliden (Rennwagen).

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Veränderte Zeiten

Auf die Frage nach einer möglichen Unterbezahlung blickte Nikolas auf seine eigenen Anfänge zurück: „Mein erstes Gehalt in der Formel 1, als ich 22 Jahre alt war, betrug 42.000 Pfund. Das erschien mir damals wie ein Lottogewinn, besonders weil ich keine Verpflichtungen zu Hause hatte.“

Er betonte jedoch den deutlichen Unterschied zur heutigen Situation: „Damals umfasste die Saison nur 17 Rennen und es gab keine drei Rennwochenenden hintereinander. Die Arbeitsbelastung mit V8-Motoren war nicht mit der heutigen vergleichbar.“ Die aktuelle Saison 2025 umfasst 24 Rennen, was eine deutliche Steigerung der Arbeitsbelastung für das gesamte Team bedeutet.

Nicholas, der seit 2015 als Senior Power Unit Assembly Technician bei Red Bull Racing tätig war und maßgeblich an den jüngsten WM-Erfolgen mit Max Verstappen beteiligt war, beendete seine Karriere vor der Saison 2025. Er räumte ein, dass die vor einigen Jahren eingeführte Budgetobergrenze zwar Auswirkungen auf die Gehälter hatte, diese jedoch nicht dramatisch ausfielen.

Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Aber auch ohne diese Begrenzung würden Mechaniker nicht 350.000 pro Jahr verdienen. Wenn das jemals passiert, denke ich vielleicht über eine Rückkehr nach.“

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KO KOSMO-Redaktion
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