Während Österreich mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpft, fordern Sozialorganisationen dringend mehr Unterstützung für armutsgefährdete Menschen.
Die Bundesregierung hat am Mittwoch im Ministerrat ein Maßnahmenpaket gegen Kinderarmut beschlossen. Dieses sieht unter anderem eine Erhöhung des Schulstartgeldes von 105 auf 150 Euro vor. Zudem soll die Auszahlung des Kinderbetreuungsbonus von 2.000 Euro auf zwei Tranchen aufgeteilt werden.
Für Familien mit geringem Einkommen soll es außerdem einen Zuschlag von 60 Euro pro Kind und Monat geben. Dieser wird ab 2025 ausbezahlt. Insgesamt umfasst das Paket ein Volumen von 111 Millionen Euro.
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Kritik der Opposition
Die Opposition kritisiert das Paket als unzureichend. SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch bezeichnete die Maßnahmen als „Tropfen auf dem heißen Stein“. Die NEOS forderten eine grundlegende Reform des Familienbonus, der derzeit vor allem Besserverdienenden zugutekomme.
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Auch die FPÖ äußerte Kritik und sprach von einer „Mogelpackung“. Die Partei fordert stattdessen eine Erhöhung des Familienbonus und eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.
Reaktionen der Hilfsorganisationen
Die Caritas begrüßte die Maßnahmen grundsätzlich, betonte jedoch, dass weitere Schritte notwendig seien. Insbesondere fordert die Organisation eine Reform der Sozialhilfe und mehr Unterstützung für Alleinerziehende.
Die Volkshilfe bezeichnete das Paket als „Schritt in die richtige Richtung“, kritisierte jedoch den Zeitpunkt kurz vor der Nationalratswahl.
Die Organisation hatte in der Vergangenheit wiederholt eine Kindergrundsicherung gefordert, um Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen.