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Lugner City

Reine Abzocke: Kunde muss bei MediaMarkt 395 Euro Strafe zahlen!

Reine Abzocke: Kunde muss bei MediaMarkt 395 Euro Strafe zahlen!
FOTO: iStock, EPA/GONG FEN
3 Min. Lesezeit |

Ein Wiener fuhr kürzlich zum Media Markt in der Lugner City in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus, um einen Fernseher zu erwerben. Da das gewünschte Gerät nicht vorrätig war, bestellte er es online und verließ das Einkaufszentrum wieder. „Beim Rückweg war am Auto kein Zettel zu sehen. Ich fuhr ganz normal aus der Garage hinaus“, schildert der Konsument im Gespräch mit „Heute“ den Vorfall von Ende April.

Anfang August erhielt der Wiener dennoch ein Anwaltsschreiben, in dem ihm im Auftrag des Elektronikmarktes eine Zahlung von 395 Euro abverlangt wurde – andernfalls drohe eine Klage wegen Besitzstörung. Offenbar hatte er sein Fahrzeug versehentlich im Bereich der Abholstation statt auf dem regulären Besucherparkplatz abgestellt.

📍 Ort des Geschehens

Der Konsument räumt seinen Fehler zwar ein, kritisiert jedoch die Höhe der geforderten Summe: „Ich persönlich sehe das als reine Abzocke und werde bei Mediamarkt und auch nicht mehr in die Lugner City fahren, eine Strafe von 70 Euro hätte auch gereicht.“ Er bemängelt zudem, dass es keine Durchsage bezüglich seines Kennzeichens im Einkaufszentrum gegeben habe.

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Rechtliche Lage bei Parkraumabmahnungen

Die Rechtmäßigkeit von Parkraumabmahnungen auf privatem Grund ist in Österreich grundsätzlich gegeben, sofern die Parkregeln klar und deutlich ausgeschildert sind und der betroffene Bereich eindeutig als Privatparkplatz gekennzeichnet ist. Allerdings wird die Höhe der geforderten Vertragsstrafe von Konsumentenschützern regelmäßig als überzogen kritisiert, insbesondere wenn sie das ortsübliche Maß deutlich überschreitet. Experten raten bei überhöhten Forderungen, rechtlichen Rat einzuholen und die Verhältnismäßigkeit der Strafe zu prüfen, da Gerichte in Einzelfällen zu hohe Vertragsstrafen bereits als sittenwidrig eingestuft und reduziert haben.

Parkraum-Problematik

Die Pressestelle des Elektronikkonzerns erläuterte gegenüber „Heute“ die Hintergründe der zwischenzeitlich eingeführten Parkraumüberwachung. Trotz deutlicher Hinweisschilder wurden die Kundenparkplätze regelmäßig von Langzeitparkern zweckentfremdet. „Um diesem Missbrauch entgegenzuwirken, hat der Markt in der Lugner City ohne Abstimmung mit der Unternehmensleitung eine externe Partnerfirma zur Parkraumüberwachung beauftragt“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens.

Kontrollen eingestellt

Diese Praxis gehört nun der Vergangenheit an: Die Kontrolle des Parkraums entspreche nicht der Unternehmensphilosophie von Media Markt und stehe im Widerspruch zum Grundsatz, Kunden nicht ungerechtfertigt mit Forderungen zu konfrontieren. „Nach Bekanntwerden des Vorgangs haben wir die damalige Partnerfirma umgehend angewiesen, sämtliche Aktivitäten einzustellen. Die Parkraumüberwachung wurde bereits beendet und wir werden sicherstellen, dass keine weiteren Abmahnungen mehr erfolgen“, teilt Media Markt mit.

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KO KOSMO-Redaktion
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