Unweit der pulsierenden Hauptstadt Belgrad ist ein bosnischer Landwirt und Veterinärmediziner, Rafael Dzoj, dessen Name an einen Renaissance-Künstler erinnert, im Begriff, die Milchwirtschaft grundlegend zu verändern. Dieser Revolutionär der Tierhaltung verbindet Weisheit jahrhundertealter landwirtschaftlicher Praxis mit zukunftsweisendem Denken und Technologie.
Um seine Kuhherde hat Rafael Dzoj eine hochmoderne, vollautomatisierte Stallanlage aufgebaut. An diesem futuristischen Ort, unterstützt durch fortschrittliche Computertechnik, erhalten die Kühe eine Behandlung, die einer Königin würdig wäre. Mit 100 Euro teuren Matratzen werden ihre Ruhephasen optimiert – ein bedeutender Faktor, der laut Rafael zu verbesserter Milchproduktion führt.
In den heißen Sommermonaten profitieren Rafaels Kühe von einer temperaturregulierten Umgebung. Extreme Hitze, der ärgste Feind dieser „Königinnen“, wird so geschickt abgewehrt. Überraschenderweise ziehen sie niedrige Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius den hohen vor.
Rafaels Farm bricht auch mit traditionellen Fütterungsmustern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bauernhöfen, wo Kühe zweimal täglich gefüttert und tagsüber auf die Weide getrieben werden, haben seine Kühe rund um die Uhr Zugang zum Futter.
Rafaels landwirtschaftliche Anlage erstreckt sich über rund 25 Hektar und beherbergt eine bescheidene Herde von 84 Milchkühen. Der hochmoderne Melkstand, einer der fortschrittlichsten in dieser Region, erlaubt zwei Arbeitern, binnen etwas mehr als einer Stunde 80 Kühe zu melken. Rafael Dzojs Investition in diese fortschrittliche Ausrüstung war beträchtlich, aber er ist überzeugt, dass sie sich bereits gelohnt hat.