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Lärmskandal

Russische Botschaft entschuldigt sich für monatelangen Lärm in Wien

Russische Botschaft entschuldigt sich für monatelangen Lärm in Wien
(FOTO: WikiMedia / C.Stadler / Bwag)
2 Min. Lesezeit |

Monatelanger Lärm aus der russischen Botschaft in Wien – nun gibt es eine Entschuldigung und eine Erklärung für das Störgeräusch.

Zwei defekte Dachventilatoren der russischen Botschaft in Wien haben über Monate hinweg für erhebliche Lärmbelästigung in der Nachbarschaft gesorgt. Die Botschaft hat inzwischen die Verantwortung für das Störgeräusch übernommen und sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt. Zuvor hatte sie gegenüber der APA angegeben, selbst keinen Lärm wahrzunehmen und keine Beschwerden aus der Nachbarschaft erhalten zu haben.

Nach einem Gespräch zwischen einem Vertreter der Botschaft und dem Außenministerium wurde von österreichischer Seite eine rasche Lösung des Problems eingefordert.

Gesundheitsschädlicher Lärm

Die Lärmbelästigung bestand bereits seit Monaten. Bei einer von der Baupolizei veranlassten Messung wurden auffällige Frequenzen von rund 790 Hertz festgestellt. Die Messung ergab eine deutliche Überschreitung des sogenannten Widmungsbasispegels, insbesondere während der Nachtstunden. Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien stufte die Belastung anschließend als gesundheitlich relevant und gesundheitsgefährdend für die betroffenen Anrainerinnen und Anrainer ein.

Wie die Wiener Baupolizei MA 37 feststellte, wurden die beiden Dachventilatoren auf dem Gebäude in der Reisnerstraße ohne behördliche Genehmigung installiert – ein Umstand, der die rechtliche Situation zusätzlich verkompliziert.

Bereits im Mai 2026 hatte die Hausverwaltung eines angrenzenden Gebäudes die Lautstärke bei der Baupolizei angezeigt – ein Hinweis darauf, dass das Problem bereits damals bekannt war.

Schwierige Bearbeitung

Auf Drängen der zuständigen Behörden entschuldigte sich die russische Botschaft schließlich für die entstandenen Unannehmlichkeiten. „Die Botschaft entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und teilte mit, dass die Lärmbelästigung bereits am Wochenende eingestellt worden sei“, erklärte der Sprecher des Außenministeriums. Künftig soll zunächst eine formelle Antwort auf einen Bescheid der Stadt Wien abgewartet werden.

Die weitere Bearbeitung des Falls gestaltet sich aufgrund des besonderen rechtlichen Status der Botschaft kompliziert. Die Räumlichkeiten diplomatischer Vertretungen sind völkerrechtlich unverletzlich. Österreichische Behörden dürfen das Botschaftsgelände daher ohne Zustimmung des Botschafters nicht betreten. Die Behebung der Lärmbelästigung kann deshalb nur auf diplomatischem Weg eingefordert werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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