Jahrzehnte der Planung, 37 Kilometer Herausforderung: Slowenien bringt ein Großprojekt auf der Route Richtung Adria entscheidend voran.
Slowenien hat eine Machbarkeitsstudie für den geplanten Autobahnabschnitt zwischen Postojna und Jelsane veröffentlicht. Die neue Trasse soll an die kroatische Autobahn Rijeka–Rupa angebunden werden und damit die Verkehrsverbindung zwischen Slowenien und der Kvarner-Region erheblich verbessern. Parallel zur Studie wurde ein Umweltbericht publiziert; das Vorhaben befindet sich derzeit in der Phase der öffentlichen Konsultation.
Der geplante Autobahnabschnitt wird laut Studie aufgrund des schwierigen Geländes eine Länge von rund 37 Kilometern aufweisen und zahlreiche Tunnel sowie Viadukte erfordern. Ein zentrales Element der Planung ist ein neuer Autobahnknoten namens Hrastje, der zwischen Postojna und Razdrto, nordöstlich von Orehek, entstehen soll. Der in unmittelbarer Nähe gelegene Rastplatz Studenec ist dem Plan zufolge an einen neuen Standort in Richtung Razdrto zu verlegen.
Öffentliche Konsultation
Innerhalb der nächsten 20 Tage werden in Postojna, Ilirska Bistrica und Pivka öffentliche Informationsveranstaltungen abgehalten, bei denen Anwohnerinnen und Anwohner die vorgesehenen Trassenoptionen einsehen und Stellungnahmen einbringen können. Im Anschluss an die Anhörungsphase soll die endgültige Linienführung bestimmt und das Verfahren zur Verabschiedung des nationalen Raumordnungsplans weitergeführt werden.
Jahrzehntelange Planung
Die Autobahn Postojna–Jelsane ist als Entlastungsachse für die bestehende Staatsstraße durch Pivka und Ilirska Bistrica vorgesehen und soll eine schnellere Anbindung an die kroatische Grenze sowie an die Autobahn A7 Rijeka–Rupa ermöglichen. Das Projekt wird seit mehreren Jahrzehnten geprüft; die nun veröffentlichte Variantenstudie gilt als wesentlicher Schritt auf dem Weg zur endgültigen Trassenentscheidung und zum Baubeginn.
Mit dem tatsächlichen Baubeginn ist nach aktuellem Stand frühestens ab 2030 zu rechnen. Die nun veröffentlichte Variantenstudie gilt als wesentlicher Schritt auf dem Weg zur endgültigen Trassenentscheidung.