Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Infrastrukturprojekt

Tunnel-Marathon zur Adria: Postojna bekommt Direktverbindung

Tunnel-Marathon zur Adria: Postojna bekommt Direktverbindung
Foto: iStock, Screenshot kroatien-nachrichten.de
2 Min. Lesezeit |

Jahrzehntelange Planungen, schwieriges Gelände, Tunnel und Viadukte – ein Großprojekt nimmt konkrete Formen an.

Die slowenische Regierung hat eine Machbarkeitsstudie für die geplante Autobahn zwischen Postojna und Jelsane veröffentlicht, die an die kroatische Autobahn Rijeka–Rupa angebunden werden soll. Das Vorhaben gilt als eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte im Südwesten Sloweniens und zielt darauf ab, die Verkehrsverbindungen zwischen Slowenien und der Kvarner-Bucht spürbar zu verbessern. Gleichzeitig mit der Machbarkeitsstudie wurde ein Umweltbericht publiziert; das Projekt befindet sich seither in der Phase der öffentlichen Konsultation.

Die geplante Trasse zwischen Postojna und Jelsane soll die bestehende Staatsstraße durch Pivka und Ilirska Bistrica entlasten und eine schnellere Verbindung zur kroatischen Grenze sowie zur Autobahn A7 Rijeka–Rupa ermöglichen. Das Vorhaben wird seit Jahrzehnten geprüft – die nun veröffentlichte Variantenstudie markiert einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zur endgültigen Trassenentscheidung und einem möglichen Baubeginn. Der Baubeginn ist frühestens ab 2030 geplant.

Tunnel und Viadukte

Den Studienergebnissen zufolge wird die neue Autobahn aufgrund des schwierigen Geländes eine Länge von rund 37 Kilometern aufweisen und mehrere Tunnel sowie Viadukte erfordern. Ein wesentlicher Bestandteil der Planung ist ein neuer Autobahnknoten Hrastje zwischen Postojna und Razdrto, nordöstlich der Ortschaft Orehek. Der in unmittelbarer Nähe gelegene Rastplatz Studenec soll dem Plan zufolge an einen neuen Standort näher an Razdrto verlegt werden.

Öffentliche Konsultation

Innerhalb der nächsten 20 Tage sind öffentliche Informationsveranstaltungen in Postojna, Ilirska Bistrica und Pivka geplant, bei denen Bürgerinnen und Bürger die vorgesehenen Streckenführungen einsehen und Stellungnahmen einbringen können.

Im Anschluss an die öffentliche Anhörung soll die endgültige Trassenführung festgelegt und das Verfahren zur Verabschiedung des nationalen Raumordnungsplans weitergeführt werden.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen