Ein Vorfall in einem Wiener Krankenhaus lässt Mediziner und Psychiater fassungslos zurück – der Fall eines jungen Mannes schlägt Wellen.
In einem Wiener Krankenhaus sorgt derzeit ein außergewöhnlicher medizinischer Fall für Aufsehen. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, hatte sich ein junger Mann mit einem Messer sein Geschlechtsorgan abgetrennt und wurde vor etwa zwei Wochen mit schweren Verletzungen in die Notaufnahme eingeliefert. Um ihn vor dem Verbluten zu bewahren, musste er dem Bericht zufolge sofort notoperiert werden. Das betroffene Krankenhaus bestätigte den Vorfall gegenüber der Zeitung.
Im Zuge der medizinischen Versorgung stellten die behandelnden Ärzte fest, dass der Mann Teile des abgetrennten Organs zu sich genommen haben soll. Auch diesen Umstand bestätigte das Spital in Wien auf Anfrage.
Psychiatrische Behandlung
Nach mehreren chirurgischen Eingriffen befindet sich der Patient inzwischen in psychiatrischer Behandlung. Als Hintergrund der Tat vermutet die Zeitung eine schwere psychische Erkrankung.
Die „Krone“ weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei früher dokumentierten Fällen von Kannibalismus häufig schwere psychische Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen eine Rolle gespielt hätten. Darüber hinaus könne der Konsum starker Drogen zu schweren Halluzinationen, einem vollständigen Verlust des Realitätsbezugs sowie unkontrollierten Gewalthandlungen gegen den eigenen Körper führen.
Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind bislang nicht bekannt.
Der Mann wird weiterhin medizinisch und psychiatrisch betreut.