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Mehrheitsentscheidung

Schule als Ort der Freiheit: Vier Parteien einigen sich gegen Kinderkopftuch

Schule als Ort der Freiheit: Vier Parteien einigen sich gegen Kinderkopftuch
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Klares Signal aus Österreich: Fast drei Viertel der Bevölkerung stehen hinter dem Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren. Der Bildungsausschuss hat reagiert.

Eine überwältigende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung befürwortet das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren in Schulen. Laut einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschers Peter Hajek sprechen sich rund 73 Prozent der Befragten für diese Maßnahme aus. Der Bildungsausschuss hat diese gesellschaftliche Stimmung nun in einen politischen Beschluss umgesetzt und das Verbot am Donnerstag mit breiter parlamentarischer Unterstützung verabschiedet. ÖVP, SPÖ, NEOS und FPÖ stimmten parteiübergreifend für die Initiative, während die Grünen als einzige Fraktion ihre Zustimmung verweigerten.

Das Parlament steht nun vor der Aufgabe, den bereits deutlich artikulierten Volkswillen in geltendes Recht zu überführen.

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Ministerielle Unterstützung

Integrationsministerin Claudia Plakolm (ÖVP) interpretiert das Umfrageergebnis als klare Bestätigung des eingeschlagenen Kurses: „Wenn 73 Prozent der Bürger sagen: ,Lasst unsere Kinder frei aufwachsen‘, dann hört die Politik zu. Die Schule muss ein Ort der Freiheit und Selbstbestimmung sein. Kein Ort, an dem Mädchen früh unter Druck gesetzt werden.“

Die Ministerin betont den gesellschaftlichen Konsens hinter der Maßnahme: „Die Botschaft der Bevölkerung ist klar: Unsere Mädchen sollen sichtbar, frei und selbstbestimmt aufwachsen, ohne kulturellen Druck, ohne Zwang, ohne vorgeschriebene Rollenbilder. Von Anfang an gilt null Toleranz gegenüber all jenen, die Mädchen in ihrer Entwicklung hindern. Die Schule steht für Freiheit und Selbstbestimmung.“

Schrittweise Umsetzung

Die praktische Umsetzung des Verbots erfolgt schrittweise. Nach den Semesterferien beginnt eine umfassende Informationskampagne für Schulen, Eltern und Kinder. Aus dem Ministerium verlautet, dass begleitende Gespräche zur Klärung von Hintergründen und zur Unterstützung angeboten werden.

Bei Einschüchterungsversuchen durch religiöse „Sittenwächter“ soll frühzeitig interveniert werden. Die konkreten Sanktionen treten mit Beginn des kommenden Schuljahres im September in Kraft. Trotz der im Internet beobachtbaren Mobilisierungsversuche islamistischer Influencer gegen das Kinderkopftuchverbot bleibt die Haltung der österreichischen Bevölkerung in dieser Frage eindeutig.

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KO KOSMO-Redaktion
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