Sechs Todesfälle, ein Verdächtiger, monatelange Ermittlungen – jetzt hat die Staatsanwaltschaft Wien einen klaren Schlussstrich gezogen.
Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Mordermittlungen rund um sechs überprüfungswürdige Todesfälle an einer Wiener Klinik eingestellt. In keinem der sechs geprüften Fälle ergaben sich Hinweise auf ein ärztliches oder pflegerisches Fehlverhalten.
Hinweise aus Kollegenkreis
Ausgangspunkt der Untersuchungen war eine Meldung aus dem Kollegenkreis des betroffenen Mitarbeiters: Mehrere Personen aus seinem beruflichen Umfeld hatten auf eine auffällige Häufung von Todesfällen während seiner Dienstzeiten aufmerksam gemacht. Diese Hinweise lösten eine interne Prüfung aus, die die erhobenen Vorwürfe jedoch nicht bestätigen konnte.
Ermittlungen eingestellt
Eine Exhumierung der verstorbenen Patienten wurde von der Staatsanwaltschaft als nicht zweckmäßig bewertet, weshalb darauf verzichtet wurde. Das Dienstverhältnis des beschuldigten Mitarbeiters war bereits im Februar auf dessen Wunsch einvernehmlich aufgelöst worden.
Behördensprecherin Nina Bussek bestätigte die entsprechenden Informationen.