Sensationsfund in Kroatien: Das Mysterium der deformierten Schädel von Osijek (FOTO)

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Sensationsfund in Kroatien: Das Mysterium der deformierten Schädel von Osijek (FOTO)

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Symbolbild. (FOTO: iStockphoto)

Ständig werden in der Welt Reste von länglichen und deformierten Schädel aus der Zeit der alten Mayas, Inkas und anderer Nationen gefunden. Medien berichten auch oft über die Theorie, dass es sich dabei um Überreste von Außerirdischen handeln könnte. 2013 wurden derartige Schädel überraschend in Kroatien entdeckt.

Vor sechs Jahren fand man solche Schädel in der Gegend von Hermans Weinberg (Hermanov vinograd) im kroatischen Osijek. Sie waren tatsächlich Teil einer sehr ungewöhnlichen Bestattungsart, was viele Wissenschaftler beschäftigte. Im Bericht vom Wiener Archäologen Ron Pinhasi (Universität Wien) und des kroatischen Bioarchäologen Mario Novak vom Institut für Anthropologie wurden die Isotopen- und Genanalysen dieser Funde aufgelistet.

Die Reste stammen aus dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr., also aus der Zeit der großen Völkerwanderung aus verschiedenen Nomadenvölkern wie den Hunnen, Goten, Gepiden und Langobarden, die in dieser Gegend gelebt hatten. Diese Schädel sind deshalb interessant, weil sie künstlich deformiert sind und ihre Köpfe verlängert oder erhöht sind.

Wie die Analyse zeigt, wurden Schädel von jungen Männern im Alter von etwa 14 Jahren gefunden, die alle Anzeichen von Mangelernährung aufwiesen. Jene Person mit dem langgestreckten Schädel stammt aus Ostasien, die mit erhöhten Schädel aus dem Nahen Osten und jene mit normalem Schädel aus Osteuropa.

Deformierter Schädel war Statusnachweis

Wie Novak erklärt, sind künstliche Verformungen des Schädels „eine absichtliche Aktivität, die am Kopf des Kindes mit Hilfe von Latten, Kissen oder speziell angefertigten Kopfbedeckungen“ ausgeführt wurde. Dieses weitverbreitete kulturelle Phänomen wurde praktiziert, um Individuen von anderen Personen zu unterscheiden, erklärte Molekulargenetikerin Kendra Sirak von der Universität Harvard.

Ob das alles Menschen waren, die geopfert wurden, ist nicht bekannt. Alle drei jungen Männer wurden in einer Grube zusammen mit Tierknochen und Töpferwaren begraben. Diese Stämme, die das kroatische Gebiet durchquerten, waren meistens Polytheisten und verehrten die Sonne und den Mond: „Die Goten zum Beispiel waren Arier, sie gehörten einer christlichen Sekte an. Die Hunnen waren größtenteils Totemisten und glaubten an Tiere und Himmelskörper.“

Auf der zweiten Seite findest du Fotos vom Sensationsfund:

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