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Rettungsdrama

Siebenjährige kämpfte im Freibad ums Leben: Badegast reanimierte sie

Siebenjährige kämpfte im Freibad ums Leben: Badegast reanimierte sie
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Dramatische Szenen im Walgaubad: Ein siebenjähriges Mädchen kämpft nach einem Sturz vom Schwimmfloß ums Überleben, während die Eltern nichts bemerken.

Eine ungarische Familie mit vier Kindern im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren besuchte das Walgaubad in Nenzing in Vorarlberg. Die Eltern hatten ihre siebenjährige Tochter nicht im Blick und erfuhren erst von dem Unglück, als das Kind bereits wiederbelebt wurde.

Das Mädchen hatte sich ohne Aufsicht und Schwimmhilfe auf ein flamingofömiges Schwimmfloß begeben. Das Unglück nahm seinen Lauf, als das Floß einige Meter abtrieb und schließlich kippte, wodurch das Kind ins Wasser stürzte. Wie Videoaufzeichnungen dokumentieren, kämpfte die Siebenjährige etwa zwei Minuten lang verzweifelt gegen das Untergehen an, bevor sie schließlich auf den 1,30 Meter tiefen Beckenboden sank.

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Lebensrettende Hilfe

Nach rund 40 Sekunden entdeckte ein Mann das reglose Kind am Grund des Beckens. Er barg das Mädchen umgehend und leitete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Nach dem dritten Reanimationszyklus zeigte das Kind wieder Lebenszeichen.

Ein Rettungshubschrauber transportierte die Siebenjährige anschließend in den Schockraum des Landeskrankenhauses Feldkirch.

📍 Ort des Geschehens

Ermittlungen gegen die Eltern

Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen gegen die Eltern des Mädchens aufgenommen. Der Verdacht lautet auf fahrlässige Körperverletzung sowie Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Laut Ermittlern hatten die Eltern zu keinem Zeitpunkt Sichtkontakt zu ihrer Tochter und bemerkten den Vorfall erst, als die Wiederbelebungsmaßnahmen bereits im Gange waren.

Zum aktuellen Gesundheitszustand des Kindes liegen derzeit keine offiziellen Angaben vor. Das Mädchen wurde nach der erfolgreichen Erstversorgung mit dem Helikopter ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht.

Aufsichtspflicht in Schwimmbädern

In österreichischen Freibädern wie dem Walgaubad in Nenzing liegt die Verantwortung für die Beaufsichtigung von Kindern grundsätzlich bei den Eltern. Schwimmbäder weisen regelmäßig auf diese Pflicht hin und empfehlen besonders bei Nichtschwimmern den ständigen Sichtkontakt sowie das Tragen von Schwimmhilfen. Im Zusammenhang mit diesem Vorfall wurden keine speziellen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für unbeaufsichtigte Kinder genannt.