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Konzert-Eklat

Skandal in Kroatien: Lepa Brenas Konzert verboten!

Skandal in Kroatien: Lepa Brenas Konzert verboten!
FOTO: iStock, Instagram/@lepabrenaa
3 Min. Lesezeit |

Kroatische Kriegsveteranen mobilisieren gegen Auftritte der serbischen Sängerin Lepa Brena auf Krk. Sie werfen ihr vor, in Uniformen serbischer Streitkräfte gesungen zu haben.

Die Veteranenverbände der kroatischen Insel Krk haben scharfen Protest gegen zwei für dieses Wochenende geplante Konzerte der serbischen Folk-Sängerin Lepa Brena in einem Club in Malinska angekündigt. In einer öffentlichen Stellungnahme verurteilen die Verbände den Auftritt der unter ihrem Künstlernamen bekannten Fahreta Jahic Zivojinovic. Sie werfen der Sängerin vor, während der Kriegsjahre und der Verbrechen gegen die bosnische und kroatische Bevölkerung in Bosnien und Herzegowina in Uniformen serbischer Streitkräfte aufgetreten zu sein.

Die Veteranenverbände fordern von den zuständigen Behörden ein Verbot der Veranstaltung. Sollte diesem Ansinnen nicht entsprochen werden, kündigen sie Demonstrationen und „weitere gesetzlich zulässige Maßnahmen“ an, um die Konzerte zu verhindern. „Solche Persönlichkeiten und Stars können und werden wir nicht unterstützen. Wir verurteilen ihren Auftritt öffentlich und fordern von den zuständigen Institutionen, dass dieser untersagt, abgesagt und nicht durchgeführt wird“, heißt es in der Erklärung der Verbände.

Frühere Auftritte

Bemerkenswert ist, dass Lepa Brena bereits im Sommer 2024 in demselben Club aufgetreten war – damals allerdings ohne Proteste oder Kontroversen. Die aktuelle Situation reiht sich in eine Serie von Konzertabsagen ein: Erst gestern wurde ein für den 22. August 2025 in Solin, einer Stadt in Kroatien, geplanter Auftritt der Band Bajaga i Instruktori aus „sicherheitstechnischen Gründen“ abgesagt.

In einer Geste der Solidarität strich daraufhin auch der Künstler Rambo Amadeus sein bevorstehendes Konzert am selben Veranstaltungsort.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Balkan-Ikone Lepa Brena mit Protesten in Kroatien konfrontiert wird. In der Vergangenheit war sie bereits mehrfach Ziel von Boykottaufrufen kroatischer Veteranenverbände, sowohl in Kroatien als auch in Bosnien-Herzegowina. Der Vorwurf, sie sei in Uniformen serbischer Streitkräfte während des Krieges aufgetreten, wird von der Künstlerin selbst als Missverständnis bezeichnet – es habe sich lediglich um ein Kostüm für ein Musikvideo gehandelt.

Trotz ähnlicher Kontroversen fanden ihre Konzerte in Städten wie Zagreb und Sarajevo in der Vergangenheit meist ohne größere Zwischenfälle statt. Die Sängerin hat in Interviews wiederholt auf ein Ungleichgewicht hingewiesen: Während kroatische Künstler in Serbien problemlos auftreten könnten, sähen sich serbische Künstler in Kroatien regelmäßig mit Drohungen und Absagen konfrontiert.

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KO KOSMO-Redaktion
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