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SCHUTZMASSNAHMEN

So kann man sich vor Hagel schützen!

HAGEL
(FOTO: iStock)

Am vergangenen Sonntag zeigte die Natur ihre zerstörerische Kraft im Bezirk Waidhofen an der Thaya. Tennisballgroße Hagelkörner hinterließen eine Schneise der Verwüstung, beschädigten Dächer, Autos und landwirtschaftliche Flächen. Über 100 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um den Schaden zu bewältigen. Als Reaktion auf das Unwetter hat das Land Niederösterreich schnelle finanzielle Hilfe in Höhe von 1,5 Millionen Euro zugesagt.

Selbst kleinere Hagelkörner von nur ein bis zwei Zentimetern Durchmesser können zu erheblichen Schäden führen. Besonders Fahrzeuge sind anfällig für diese Form der Naturgewalt. Nach Empfehlungen des Technikers Florian Merker vom ÖAMTC sollte im Falle einer Hagelwarnung Vorsorge getroffen werden, um Fahrzeugschäden zu vermeiden. Das Abstellen unter einem festen Dach oder das Überdecken mit einer Schutzdecke sind dabei effektive Mittel. Für einen optimalen Schutz empfiehlt Merker zudem die Verwendung von speziellen Hagelschutzplanen oder den Rückgriff auf öffentliche Parkgaragen, sollte eine eigene Garage fehlen.

Größere Herausforderung

Der Schutz von Wohngebäuden stellt eine größere Herausforderung dar. Insbesondere beim Neubau oder der Sanierung sollten Materialien und Bauteile gewählt werden, die auf ihre Resistenz gegenüber Hagelschlag geprüft sind. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der Austausch konventioneller Dachfenster durch hagelresistente Varianten. Weniger betroffen von potenziellen Hagelschäden sind Photovoltaikanlagen, die in der Regel den strengen Prüfstandards inklusive Hageltests unterzogen werden.

Um empfindliche Pflanzen und Nutzpflanzen zu schützen, bieten sich spezielle Hagelschutznetze an. Diese sind in verschiedenen Größen und Stärken erhältlich und können auch zum Schutz von Fahrzeugen im Freien dienen.