Ein Sommerfest in Oberösterreich endet für eine 16-Jährige traumatisch. Nach einem Gespräch vor dem Festzelt soll ein 20-Jähriger die Jugendliche in sein Auto gezerrt haben.
Bei einer Veranstaltung im oberösterreichischen Bezirk Grieskirchen soll es am vergangenen Wochenende zu einem schwerwiegenden sexuellen Übergriff gekommen sein. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, wurde ein 16-jähriges Mädchen während einer Sommersonnenwende-Feier mutmaßlich von einem 20-jährigen Mann aus dem Kosovo vergewaltigt.
Die Jugendliche besuchte das Fest in Oberösterreich in Begleitung einer Freundin. Laut Bericht der „Krone“ fiel das Mädchen dort einem 20-Jährigen auf. Die genauen Umstände des anschließenden Geschehens sind derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Dramatische Wendung
Den vorliegenden Informationen zufolge sollen sich die beiden zunächst vor das Festzelt begeben haben, um ein Gespräch zu führen. Dort nahm die Situation eine dramatische Wendung: Der junge Mann soll die Minderjährige gepackt, zu seinem Fahrzeug gezerrt und dort sexuell missbraucht haben. Die „Krone“ schreibt, dass die 16-Jährige dem Mann zuvor mehrfach deutlich signalisiert hatte, keinerlei intime Handlungen mit ihm eingehen zu wollen.
Nach dem mutmaßlichen Übergriff kehrte das Mädchen zu ihrer Begleiterin zurück. Sie wirkte dabei laut Zeitungsbericht auffallend benommen. Die Ermittler prüfen nun, ob der Verdächtige möglicherweise K.-o.-Tropfen eingesetzt haben könnte, um das Opfer gefügig zu machen.
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Laufende Ermittlungen
Der beschuldigte 20-Jährige weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Er gibt an, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen. Die Polizei bestätigte auf Anfrage der Zeitung „Heute“ den Eingang einer entsprechenden Anzeige und verwies darauf, dass der Fall nun beim Landeskriminalamt liege. Weitere Details könnten zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt werden.
Für zusätzliche Brisanz sorgt ein weiterer Vorfall aus derselben Nacht: Auch im oberösterreichischen Bezirk Kirchdorf wurde eine ähnliche Tat gemeldet, bei der eine 17-Jährige Opfer einer mutmaßlichen Vergewaltigung geworden sein soll. Wie der „Kurier“ berichtet, befindet sich in diesem Fall der tatverdächtige 34-Jährige bereits in Untersuchungshaft und soll bereits wegen Sexualdelikten vorbestraft sein. Für alle Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.
Nach Angaben der „Krone“ erstattete der Vater des 16-jährigen Mädchens Strafanzeige bei der Polizei und gab an, seine Tochter sei als Besucherin der Feier von einem erwachsenen Mann vergewaltigt worden.
📍 Ort des Geschehens
Hilfe für Betroffene
Für Opfer sexueller Gewalt stehen in Österreich zahlreiche Unterstützungsangebote zur Verfügung. Betroffene können sich jederzeit an die Frauenhelpline unter 0800/222 555 wenden, die kostenlos und anonym Beratung anbietet. Neben spezialisierten Beratungsstellen gibt es auch Opferschutzeinrichtungen wie die Weiße Feder oder regionale Opferhilfeorganisationen, die vertrauliche Hilfe leisten.
Nach einer Anzeige bei der Polizei wird der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die Ermittlungen einleitet und gegebenenfalls Anklage erhebt. Während des gesamten Verfahrens haben die Opfer Anspruch auf psychosoziale und juristische Prozessbegleitung, die kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Diese Unterstützung umfasst sowohl die emotionale Betreuung als auch rechtlichen Beistand während des Verfahrens.