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Allergiesaison

Sonnenaufgang und Niesattacken – Frühling beginnt mit Pollenstress

Sonnenaufgang und Niesattacken – Frühling beginnt mit Pollenstress
(Foto: iStockphoto)
3 Min. Lesezeit |

Der Frühling bringt nicht nur Blütenpracht, sondern auch Allergiebeschwerden. In Österreich leiden viele unter Pollenallergien, die oft zu Asthma führen können.

Mit dem Einzug des Frühlings kehrt nicht nur die Natur zu voller Blüte zurück, sondern auch die Allergiesaison beginnt, die für viele Menschen eine Herausforderung darstellt. In Österreich ist die Pollenallergie, oft als Heuschnupfen bezeichnet, besonders weit verbreitet. Etwa die Hälfte der Bevölkerung leidet unter Allergien, wobei ein Viertel dieser Fälle durch Pollen verursacht wird.

Eine Pollenallergie führt dazu, dass das Immunsystem harmlose Stoffe wie Gräser- oder Blütenpollen als Bedrohung wahrnimmt. Diese Fehlreaktion aktiviert die Abwehrmechanismen des Körpers, was Symptome wie juckende und gerötete Augen, eine rinnende Nase sowie ständiges Niesen oder Husten zur Folge hat.

Symptome erkennen

Die Anzeichen einer Pollenallergie sind vielfältig und umfassen unter anderem juckende, tränende oder gereizte Augen, eine dauerhaft verstopfte Nase und Juckreiz im Nasen- oder Rachenbereich. Auch Husten oder Bronchitis können auftreten. Ein frühzeitiger Arztbesuch ist ratsam, um Langzeitfolgen zu vermeiden und die richtige Behandlung zu finden. Allergiesymptome dauern oft länger an als Erkältungen, die typischerweise 7 bis 10 Tage andauern und durch Rhinoviren verursacht werden. Allergien kehren hingegen jährlich zur gleichen Zeit zurück, wie in einem Artikel in Medscape beschrieben wird.

Eine Pollenallergie kann im Laufe der Zeit zu einem sogenannten Etagenwechsel führen, bei dem die Symptome von der Nase in die Lunge wandern, was das Risiko für Asthma bronchiale erhöht. Laut der Österreichischen Lungenunion entwickeln 43 Prozent der Pollenallergiker:innen innerhalb von acht Jahren Asthma. Ohne Behandlung könnten bis zu 50 Prozent der Betroffenen innerhalb von 5 bis 15 Jahren an Asthma erkranken. Diese chronische Atemwegserkrankung erfordert eine kontinuierliche Therapie.

Wetter und Pandemie

Markus Berger vom Österreichischen Pollenwarndienst erklärte, dass starker Regen im April die Allergiebeschwerden verstärken kann, da er eine stärkere Blüte der Gräser begünstigt. Zusätzlich hat die Pandemie unser Immunsystem geschwächt, was zu häufigeren Atemwegserkrankungen geführt hat. Bereits geringe Pollenbelastungen können nun starke Reaktionen auslösen. Auch der Klimawandel beeinflusst, wann und welche Allergene auftreten.

Die Behandlung von Pollenallergien erfolgt auf drei Ebenen: Vermeidung, Symptombehandlung und ursächliche Therapie. Zur Reduzierung der Allergenbelastung sollte man den Pollenflug beobachten, Aktivitäten im Freien einschränken und regelmäßig Haare waschen sowie Kleidung wechseln. Zur Linderung der Symptome können Sprays, Tropfen, natürliche Arzneimittel oder Antihistaminika eingesetzt werden, wobei die Einnahme mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden sollte. Eine Allergen-Spezifische Immuntherapie (AIT) bietet eine ursächliche Behandlungsmöglichkeit und kann die Beschwerden deutlich lindern oder sogar beseitigen.

Die Wahl der Behandlung sollte individuell und in Absprache mit Fachleuten erfolgen.

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KO KOSMO-Redaktion
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