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AUFGEPASST!

Sozialbau AG: Das ändert sich in allen Wohnungen!

WOHNUNG_SOZIALBAU
(FOTO: iStock)

Die Sozialbau AG, Österreichs größter Wohnbauverbund mit einem Portfolio von rund 48.000 Mietwohnungen in Wien, hat sich eine ehrgeizige Agenda gesetzt: Bis 2030 soll der Anteil der gasbeheizten Wohnungen auf 30 Prozent reduziert werden. Das Unternehmen setzt dabei auf eine Technologie, die in der Diskussion um nachhaltige Energiegewinnung immer mehr an Bedeutung gewinnt – die Wärmepumpe.

Dieser Plan ist Teil der städtischen Vision, bis 2040 vollständig auf Gas als Heizquelle zu verzichten. Ein ambitioniertes Ziel, das den Austausch von 500.000 Gasthermen in der gesamten Stadt erfordert. Ernst Bach, der Chef der Sozialbau AG, ist jedoch zuversichtlich: “Wir haben bereits 2016 mit der Umstellung begonnen, und ich bin überzeugt, dass der Gasausstieg bis 2040 realisierbar ist”, betont er.

Die Sozialbau AG hat sich für einen minimalinvasiven Ansatz entschieden, der über den Kamin arbeitet. “Jährlich lassen sich sechs bis acht Prozent der Bewohner an dieses System anschließen”, erklärt Bach. Ein solcher Eingriff bedarf natürlich der Zustimmung der Mieter, doch Bach ist überzeugt, dass der Austausch für alle Beteiligten von Vorteil ist.

“Die Instandhaltung einer Gastherme ist auch für den Hauseigentümer mit Kosten verbunden. Ein Austausch kostet etwa 5.000 Euro, die ebenfalls vom Hauseigentümer getragen werden müssen. Kapitalisiert man diese Kosten, ergeben sich monatliche Kosten von 50 Cent pro Quadratmeter. Investiert man diesen Betrag langfristig in eine Umstellung, wird es eigentlich billiger”, argumentiert er.

Die Kosten für die Zentralisierung belaufen sich für die Sozialbau AG auf etwa 3.500 bis 5.000 Euro pro Wohnung. Doch die Bewohner profitieren davon, da Warmwasser und Heizwasser dauerhaft zur Verfügung stehen. Bach sieht in Subventionen für den Umbau eine geeignete Maßnahme: “Alles, was uns in diese Richtung bringt, ist hervorragend.”

Rückgang für Neubauwohnungen

Trotz eines Rückgangs der Bewilligungen für Neubauwohnungen in den letzten Jahren sieht Bach keine drohende Wohnungsnot. “Es wurden viele Maßnahmen ergriffen, die uns für die Zukunft rüsten”, ist er überzeugt. Doch es bleibt noch Raum für Verbesserungen.

Die jüngsten Herausforderungen für die Bauwirtschaft waren vor allem die gestiegenen Baupreise und Zinsen. Doch Bach sieht eine positive Entwicklung: “Die Baupreise sind wieder auf Normalniveau, die Zinsen bewegen sich in die richtige Richtung.”

Die Energiewende in der Wohnbauwirtschaft ist eine Mammutaufgabe, doch Unternehmen wie die Sozialbau AG zeigen, dass sie machbar ist. Mit innovativen Lösungen und einem zukunftsorientierten Ansatz leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der städtischen und nationalen Klimaziele.