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Finanzstadtrat

Soziales und Entlastungen kosten Wien knapp 11 Milliarden Euro

Soziales und Entlastungen kosten Wien knapp 11 Milliarden Euro
Finanzstadtrat Peter Hanke. (FOTO: Stadt Wien/David Bohmann)
2 Min. Lesezeit |

Im Windschatten des Finanzjahres 2023 entfaltet Wien seine Bilanz. Unter dem grauen Deckmantel des Rechnungsabschlusses verbirgt sich eine Finanzführung der Hauptstadt, die von Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) jüngst vorgestellt wurde. Dieses finanzielle Panorama zeigt einerseits eine geringfügig niedrigere Neuverschuldung als erwartet, andererseits aber auch eine deutliche Steigerung bei den Investitionen in die Attraktivität und Infrastruktur der Stadt.

Wien reduziert Neuverschuldung

Die Prognosen haben sich nicht ganz erfüllt – zum Positiven. Statt der befürchteten 1,4 Milliarden Euro beläuft sich die neue Schuldenlast Wiens auf 1,3 Milliarden Euro. Ganze 3,3 Milliarden Euro flossen in die Stärkung des Standorts sowie in die Verbesserung von Infrastruktur und Wirtschaft.

Hälfte des Budgets für Soziales

Ein bedeutender Fokus der Ausgaben lag auf den Sektoren Gesundheit, Soziales, Bildung und Kinderbetreuung. Die zusammen eine Summe von 10 Milliarden Euro vereinnahmten. Diese Investitionshöhe entspricht der Hälfte des Gesamtbudgets der Stadt. Wobei der Bereich Soziales mit 3,4 Milliarden Euro den größten Einzelposten darstellt, dicht gefolgt vom Gesundheitssektor mit 2,9 Milliarden Euro.

Entlastungsmaßnahmen gegen die Teuerung

Die finanzielle Last der vielfältigen Maßnahmen zur Abmilderung der Teuerung, wie dem Wohnbonus und der Energieunterstützung, summierte sich auf 860 Millionen Euro. Wien hat hier unter anderem mittels der Wien Energie aktiv eingegriffen. Es wurden Preissenkungen im Wert von 460 Millionen Euro realisiert.

Stadt zieht positives Fazit

Trotz der Herausforderungen wertet Wien den Rechnungsabschluss als Erfolg. Ziele wie die Steigerung des Bruttoregionalprodukts auf 111 Milliarden Euro – eine Milliarde mehr als anvisiert – und die Einsparung von 85.000 Tonnen CO², wurden übertroffen. Auch in Sachen Arbeitsmarktpolitik wurden Fortschritte gemacht, allerdings bleibt die Jugendarbeitslosigkeit eine anhaltende Sorge.

Zukunftsinvestitionen in Mobilität

Mit einem Budget von 35 Millionen Euro hat Wien auch seine Infrastruktur für Radfahrer deutlich ausgebaut – 20 Kilometer neue Radwege bereichern nun das Stadtbild. Diese und weitere Projekte unterstreichen Wiens Ambition, als lebenswerte und nachhaltige Metropole in die Zukunft zu gehen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Wienerinnen und Wiener liegt mit 5500 Euro im mittleren Bereich im Vergleich zu anderen Bundesländern, während die Gesamtverschuldung der Stadt bei 10,2 Milliarden Euro verharrt.

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KO KOSMO-Redaktion
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