Späte Strafe für Kroatien beim Heimspiel gegen England

NATIONS LEAGUE

Späte Strafe für Kroatien beim Heimspiel gegen England

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(FOTO: Facebook/Hrvatski nogometni savez)

Der Vizeweltmeister wird kommenden Freitag beim Nations League-Spiel gegen England vor einem Geisterstadion spielen müssen. Grund hierfür ist ein Vorfall der bereits drei Jahre zurückliegt.

Im Juni 2015 sorgte ein Hakenkreuz auf dem Rasen des Poljud-Stadions in Split für Furore. (KOSMO berichtete) Vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Italien wurde mit einer chemischen Substanz ein Hakenkreuz auf das Spielfeld „gemalt“ und war während des gesamten Spieles zu sehen.

Die Uefa zog der kroatischen Nationalmannschaft damals nicht nur einen Punkt ab, sondern verdonnerte den Fußballverband Kroatiens auch zu einer Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Euro, sowie zu zwei Spielen vor leeren Rängen.

Fans verantwortlich?
Kroatische Medien berichteten später darüber, dass Fans und Gegner des HNS für diesen „Sabotageakt“ verantwortlich waren und den Verband vor der Welt und der Uefa blamieren wollten.

Das Geisterspiel gegen England, welches zugleich die Neuauflage des WM-Halbfinales und das erste Heimspiel der „Vatreni“ ist, bezeichnet der kroatische Trainer Zlatko Dalić als „unfair“ und fügte hinzu: „Ich weiß, dass die Uefa uns bestraft hat, aber es ist nicht richtig, ohne Zuschauer zu spielen. Die Mannschaft kann aus sportlichen Gründen die Unterstützung von den Rängen sehr gut gebrauchen.“

Bisher schwache Leistung
Das kroatische Team hat jede Unterstützung bitter nötig, da es angesichts des blamablen Spiels gegen Spanien (0:6) und nach Ende der WM seinem Vizeweltmeistertitel noch nicht so ganz gerecht wurde.

Neben Spielerausfällen und Rücktritten aus der Nationalmannschaft sieht Dalić allerdings das Problem für die bisher schwache Leistung auch woanders: „Wir sind müde, haben alles, was wir haben, bei der WM gegeben. Jetzt brauchen wir Zeit für einen Neustart. Wir müssen uns verbessern, aber gegen England ohne Fans wird es nicht einfach. Unser Ziel ist die EM 2020“.