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Gedenkveranstaltung

SPÖ-Chef und Wiener Bürgermeister stellen sich gegen Koalition mit FPÖ

(FOTO: SPÖ/Visnjic)
(FOTO: SPÖ/Visnjic)

In Wien-Donaustadt versammelte sich die SPÖ zu einer Gedenkveranstaltung. Dabei sollten die demokratischen Grundwerte Österreichs gewürdigt werden. Aber gleichzeitig wurde eine klare Linie gegen eine mögliche Koalition mit der FPÖ gefordert.

Wien-Donaustadt war Schauplatz einer Gedenkveranstaltung, die von der SPÖ organisiert wurde. Bei der sollten die demokratischen Grundpfeiler der österreichischen Republik im Zentrum stehen. SPÖ-Chef Andreas Babler und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig nutzten die Gelegenheit, um die FPÖ scharf zu kritisieren. Sie zogen eine klare Linie gegen eine mögliche Koalition.

Keine Koalition

„Keine Koalition heißt keine Koalition mit dem Faschismus“, betonte Babler und forderte die Volkspartei auf, sich ebenfalls gegen eine Zusammenarbeit mit den Freiheitlichen zu stellen. Ludwig schloss sich dieser Forderung an und betonte: „Keine Koalition mit der FPÖ – mit oder ohne Kickl. Daran gibt es auch nichts zu deuteln“.

Geschichtliche Unkenntnis?

Die FPÖ reagierte prompt auf die Vorwürfe. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker warf der SPÖ geschichtliche Unkenntnis vor. Er erinnerte daran, dass die Freiheitliche Partei Österreichs erst 20 Jahre nach den Ereignissen der 30er Jahre gegründet wurde. „Denn einerseits wurde die Freiheitliche Partei Österreichs erst 20 Jahre später gegründet und andererseits stellten die Sozialisten in den 30er Jahren einen bewaffneten Wehrverband dar“, so Hafenecker.

Nicht nur die politischen Akteure, sondern auch die Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl warnte vor hasserfüllten Parteien und betonte, dass diese eine Gefahr für die Menschen und die Demokratie darstellen.

Gedenkveranstaltung im Goethehof

Die Gedenkveranstaltung, die von vielen Größen der Wiener Sozialdemokratie besucht wurde, fand im Goethehof statt – einem Ort, der historisch für den Widerstand gegen das Dollfuß-Regime bekannt ist. „Als Dollfuß das Parlament ausgeschaltet hat, war das Hochverrat. Er hat dieses demokratische Österreich vernichtet“, erinnerte Ludwig an die historische Bedeutung des Ortes.

VP-Klubobmann August Wöginger betonte jedoch, dass das Gedenken an alle Opfer, die für ein freies Österreich gekämpft haben, auch eine Mahnung dafür sein müsse, dass der respektvolle Umgang in Politik und Gesellschaft die Grundlage für ein friedvolles Miteinander sei.