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Frauenherzen

Stille Killer bei Frauen: Herzinfarkt zeigt ganz andere Warnzeichen

Stille Killer bei Frauen: Herzinfarkt zeigt ganz andere Warnzeichen
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Stille Gefahr für Frauen: Herzinfarkte zeigen sich mit überraschend anderen Symptomen als bei Männern. Die Initiative #GoRed macht auf diese lebensgefährliche Wissenslücke aufmerksam.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen fordern jährlich über 16.000 Frauenleben in Österreich und stellen damit die häufigste weibliche Todesursache dar. Während das klassische Bild eines Herzinfarkts von starken Brustschmerzen geprägt ist, zeigen sich bei Frauen häufig völlig andere Warnsignale: außergewöhnliche Erschöpfung, Atemprobleme, Übelkeit, Druckgefühle in Rücken, Nacken oder Oberbauch sowie Schwindelanfälle oder kalte Schweißausbrüche. Diese atypischen Symptome werden von Betroffenen oft fehlinterpretiert oder bagatellisiert – mit potenziell lebensbedrohlichen Konsequenzen. Gleichzeitig mangelt es an geschlechtsspezifischen Präventionsansätzen.

Die Initiative #GoRed setzt genau hier an und sensibilisiert für weibliche Herzgesundheit – sowohl in medizinischen Kreisen als auch in der Politik und bei den Frauen selbst. Am 6. Jänner 2026 sind alle eingeladen, durch rote Kleidungsstücke oder Accessoires ein sichtbares Zeichen zu setzen. „Um auf die Herzgesundheit von Frauen aufmerksam zu machen, setzen wir am 6. Februar gemeinsam ein Zeichen! Wir laden alle Frauen und Männer in Österreich ein, sichtbar für Frauenherzgesundheit einzustehen,“ so die Initiatorinnen von #GoRed Austria, Erika Sander, Gudrun Kreutner-Reisinger, Anna Rab und Kristina Hentschel.

Die Teilnahme ist einfach: Am Aktionstag rot tragen und ein Foto mit den Hashtags #GoRedAustria und #frauenherzenschlagenanders in sozialen Netzwerken teilen.

Zentrale Anliegen

Die Kampagne verfolgt mehrere zentrale Anliegen: Frauen sollen ihre kardialen Risikofaktoren besser kennen, medizinisches Fachpersonal muss frauenspezifische Anzeichen und Risiken systematisch berücksichtigen, und sowohl Politik als auch Gesundheitswesen sollten gezielt in Forschung und Vorsorge investieren. Die Herzgesundheit von Frauen betrifft die gesamte Gesellschaft.

Verzögerte Diagnosen haben nicht nur individuelle, sondern auch volkswirtschaftliche Auswirkungen durch Krankenhausaufenthalte, Arbeitsausfälle und Langzeitfolgen. Studien belegen, dass frühzeitige Prävention und gezielte Risikoerkennung sowohl Krankheitslast als auch Kosten erheblich senken können.

Besonders beunruhigend ist der laut internationalen Untersuchungen festgestellte Anstieg kardiovaskulärer Erkrankungen bei jungen Frauen zwischen 20 und 54 Jahren. Investitionen in frauenspezifische Prävention sind daher nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. #GoRed Austria fungiert dabei als Verbindungsglied zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Umsetzung.

Europäischer Gesundheitsplan

Der EU „Cardiovascular Health Plan“ markiert einen wichtigen Fortschritt für die europäische Herzgesundheit. An seiner Entwicklung war unter anderem Univ. Prof. Dr. Daniel Scherr, Präsident der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft, beteiligt. „Alle 15 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Tragische ist, viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen,“ so Scherr.

Der Plan umfasst konkrete Zielsetzungen bis 2035, darunter die Verringerung der vorzeitigen kardiovaskulären Mortalität, die gezielte Bekämpfung wesentlicher Risikofaktoren wie Hypertonie, Diabetes und Adipositas sowie die Stärkung präventiver Maßnahmen, Früherkennung und digitaler Gesundheitsstrategien. Die #GoRed-Initiative begrüßt insbesondere den Schwerpunkt auf weiblicher Herzgesundheit.

Die höhere Sterblichkeit von Frauen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat multiple Ursachen.

Betroffene Frauen können die Symptome häufig nicht korrekt einordnen, da sie sich von den allgemein bekannten männlichen Anzeichen unterscheiden.

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KO KOSMO-Redaktion
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