Zahlreiche Besucher beobachten entlang der wunderschönen Adriaküste Kroatiens ein überraschendes Phänomen: Statt kristallklarem Wasser finden sie viele Strände von einem schlammigen Algenbelag überzogen.

Die Situation, die nicht nur das Erscheinungsbild der Strände beeinträchtigt, sondern auch mit einem unangenehmen Geruch einhergeht, hat schnell die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erregt. Dort wird vereinzelt sogar der Begriff „Meeresrotz“ verwendet.
Die Ursache hinter der Plage
Hinter dieser ungewöhnlichen Ansammlung von Algen versteckt sich ein Phänomen, das als Meeresblüte bekannt ist. Besonders häufig tritt sie in Regionen wie der Umgebung von Porec auf. Nach Angaben des Tourismusverbandes „Infovrsar“ handelt es sich dabei um eine natürliche Ansammlung einzelliger Algen, die bei spezifischen Umweltbedingungen, wie veränderten Meerestemperaturen und einer erhöhten Niederschlagsmenge, auftreten kann.
Die globale Erwärmung, die zu einem Anstieg der Meerestemperaturen führt, begünstigt die Vermehrung des Phytoplanktons, dem die Algen angehören. Interessanterweise stellt diese Algenblüte für Menschen keine direkte Gesundheitsgefahr dar und gilt als ungiftig. Der unangenehme Geruch, der mit den Algenbelägen verbunden ist, entsteht vornehmlich während des Zersetzungsprozesses der Algen.
Sicherheit und Gesundheit beim Baden
Obwohl die meisten Algenformen für Menschen, die im Meer baden wollen, keine Gefahr darstellen, gibt es einige Ausnahmen. Besonders die Blaualge kann, begünstigt durch anhaltend hohe Wassertemperaturen, zu einer schnellen Vermehrung und damit zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität führen. Von dieser Algenart freigesetzte Substanzen können bei Badenden Übelkeit, Hautausschläge und Durchfall auslösen. Deshalb Vorsicht: Sollte das Wasser eine blaugrüne Trübung aufweisen, die die Sicht auf die Füße knietief im Wasser beeinträchtigt, deutet dies auf eine hohe Blaualgenkonzentration hin. In einem solchen Fall wird empfohlen, auf das Baden zu verzichten.