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Energie

Strompreisbremse fix im Ministerrat beschlossen

EPA-EFE/MAX BRUCKER
EPA-EFE/MAX BRUCKER

Am Mittwoch fixierte der Ministerrat die Stromkostenbremse für die Energiekrise in Österreich. Die Regierung rechnet mit Ausgaben von drei bis vier Milliarden Euro.

Auch wenn der Ministerrat die Strompreisbremse beschlossen hat, muss sie noch im Parlament verabschiedet werden. Dafür ist der Oktober vorgesehen. So soll den Bürgerinnen und Bürgern unbürokratisch geholfen werden. Energieministerin Gewessler erklärt: “Uns ist natürlich bewusst […] das die Menschen unter den rasant steigenden Energiepreisen leiden.

So verspricht sie, eine besondere Zuwendung für GIS-befreite Personen, von denen es in Österreich immerhin 300.000 gibt. Diejenigen sollen mit einer zusätzliche Entlastung der Netzkosten belohnt werden – immerhin rund 200 Euro.

Der russische Angriffskrieg und die pandemiebedingten Lieferengpässe haben zu selten dagewesenen Teuerungsraten geführt. Wir können die Inflation nicht wegzaubern, aber gezielt gegensteuern. Mit der Stromkostenbremse wollen wir einfach und schnell helfen.“, äußert sich Vizekanzler Werner Kogler zum Thema Strompreisbremse.

Geld ohne Antrag

Zudem preist die Regierung eine unkomplizierte Abwicklung. So soll man keinen extra Antrag stellen müssen und die Finanzhilfe dort spüren, wo sie gebraucht wird, nämlich “auf der Stromrechnung“, so Gewessler.

Auch Bundeskanzler Karl Nehammer bestätigt: „Niemand in Österreich soll sich seinen Grundbedarf an Strom nicht leisten können. Das ist das wichtigste Ziel der Stromkostenbremse, die wir heute auf den Weg bringen. Hier geht es um rasche und unbürokratische Hilfe, deshalb braucht dafür auch niemand einen Antrag stellen, die Stromkostenbremse wird automatisch für jeden Haushalt abgewickelt.

Mehrpersonen Haushalte

Haushalte in denen mehr als drei Personen leben, sollen auf ein zusätzliches gefördertes Kontingent zurückgreifen können. Dieser Schritt bedarf allerdings doch einen Antrag!

Strompreisbremse

Dabei sollen 80 Prozent der durchschnittlichen Verbrauches eines Haushaltes nach alten und günstigen Tarifen abgerechnet werden. Im Endeffekt soll ein Haushalt damit rund 500 Euro jährlich sparen können. Für jeden Verbrauch über 2900 kWh muss der Verbraucher allerdings wieder die aktuellen Marktpreise berappen. Damit soll auch zum Stromsparen animiert werden.

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