Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Freibadgewalt

Täter flüchten, Kind landet im Rettungswagen: Freibad-Attacke löst Sicherheitsdebatte aus

Täter flüchten, Kind landet im Rettungswagen: Freibad-Attacke löst Sicherheitsdebatte aus
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Sommertag im Freibad endet für ein Kind mit einem Rettungseinsatz – und entfacht eine politische Debatte über Sicherheit in Wiens Bädern.

Kaum ist die Freibadsaison angelaufen, sorgt ein neuerlicher Gewaltvorfall in einem Wiener Freibad für Aufsehen. Der tätliche Angriff im Laaerbergbad in Wien-Favoriten reiht sich nach Einschätzung der Wiener FPÖ in eine Serie von Sicherheitsproblemen ein, die die städtischen Bäder seit geraumer Zeit belasten. „Wenn ein Badeausflug für ein Kind mit einem Faustschlag ins Gesicht und einem Rettungseinsatz endet, dann ist das ein alarmierendes Zeichen für das Versagen der Verantwortlichen“, erklärt FPÖ-Sicherheitssprecher und Stadtrat Stefan Berger in einer Reaktion auf aktuelle Medienberichte.

In den Wiener Bädern wurden im Jahr 2025 insgesamt 92 Polizeieinsätze verzeichnet, bei mehr als drei Millionen Gästen.

Laut den vorliegenden Informationen soll ein Bub gemeinsam mit seiner Cousine im Wellenbecken des Bades zunächst von drei Jugendlichen wiederholt belästigt und schließlich körperlich attackiert worden sein. Obwohl ein Badegast einschritt und die Bademeister alarmiert wurden, gelang den mutmaßlichen Tätern die Flucht.

Bergers Forderungen

„Die Wiener FPÖ hat seit Jahren auf die zunehmenden Sicherheitsmängel in den Wiener Bädern aufmerksam gemacht und ein umfassendes Sicherheitskonzept eingefordert. Rot-Pink hat unsere Warnungen jedoch konsequent ignoriert oder als Einzelfälle abgetan. Nun sehen wir einmal mehr die Folgen dieser Untätigkeit“, so Berger.

Für den freiheitlichen Politiker ist die Grundforderung klar: Familien, Kinder und alle Badegäste hätten ein Recht auf einen sicheren Aufenthalt in öffentlichen Bädern. „Es darf nicht sein, dass sich Eltern Sorgen machen müssen, ob ihre Kinder beim Schwimmen Opfer von Gewalt werden. Öffentliche Bäder müssen Orte der Erholung sein und keine Angsträume.“

Berger erneuert in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einem konkreten Maßnahmenpaket: „Es braucht ausreichend und sichtbar präsentes Sicherheitspersonal, klar definierte Einsatzabläufe bei Gewaltvorfällen, eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei sowie ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter. Wer andere Badegäste angreift, muss mit sofortigen Haus- und Badeverboten sowie allen rechtlichen Konsequenzen rechnen.“

Die Stadt Wien hat für die Freibadsaison 2026 einen neuen Code of Conduct veröffentlicht, der bei Fehlverhalten Maßnahmen vorsieht und klare Abläufe zur Meldung und Bearbeitung von Vorfällen festlegt.

Appell an Czernohorszky

Mit einem direkten Appell an den zuständigen Stadtrat schließt Berger seine Stellungnahme: „Bäderstadtrat Czernohorszky darf die Augen vor diesen Entwicklungen nicht länger verschließen. Die Sicherheit der Wiener muss endlich oberste Priorität haben.“

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen