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TikTok & Co. lassen uns vergessen: Studie schlägt Alarm

TikTok & Co. lassen uns vergessen: Studie schlägt Alarm
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2 Min. Lesezeit |

Scrollen, liken, vergessen – eine neue Studie zeigt, was stundenlanges Social-Media-Konsum mit dem Gedächtnis macht.

Stundenlang durch Instagram, TikTok und ähnliche Plattformen zu scrollen mag kurzweilig sein – doch die Wissenschaft warnt seit Jahren vor den Folgen. Den wenigen positiven Effekten stehen zahlreiche Risiken gegenüber: Bewegungsmangel, körperliche Fehlhaltungen und das sogenannte Doomscrolling, das der Psyche nachweislich schadet. Nun rückt eine aktuelle Studie einen weiteren Aspekt in den Fokus, der bislang weniger Beachtung fand: die Auswirkungen auf das Gedächtnis. Demnach begünstigt ein übermäßiger Aufenthalt in sozialen Netzwerken das Auftreten von Gedächtnisfehlern.

Studie & Ergebnisse

Grundlage der Untersuchung war eine Befragung von 943 jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren; die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Frontiers in Psychiatry“ publiziert. Die Auswertung zeigte einen klaren Zusammenhang: Je mehr Zeit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer täglich in sozialen Medien verbrachten, desto häufiger berichteten sie von Gedächtnisschwierigkeiten. Besonders ausgeprägt waren die Probleme bei jenen Personen, die täglich mehr als fünf Stunden auf entsprechenden Plattformen aktiv waren.

Am wenigsten betroffen waren hingegen diejenigen, deren tägliche Nutzung unter einer Stunde lag. Als konkrete Beispiele für Gedächtnisprobleme wurden etwa das Vergessen von Terminen oder das Verlegen von Gegenständen genannt.

Darüber hinaus zeigte sich, dass auch das sogenannte retrospektive Gedächtnis – also die Fähigkeit, sich an vergangene Erlebnisse, bekannte Personen oder erlernte Inhalte zu erinnern – in Teilen beeinträchtigt war. Ihm gegenüber steht das prospektive Gedächtnis, das die Planung und Ausführung zukünftiger Aufgaben steuert. Beide Bereiche erwiesen sich der Studie zufolge als anfällig für die Folgen eines übermäßigen Social-Media-Konsums.

Mögliche Ursachen

Als mögliche Ursache sehen die Forscherinnen und Forscher eine geschwächte Aufmerksamkeitsleistung. Die anhaltende kognitive Doppelbelastung durch gleichzeitige Reize sowie der permanente Eingang von Benachrichtigungen führten demnach zu Lücken im Erinnerungsvermögen. Hinzu komme, dass die schnelle Abfolge von Inhalten in sozialen Medien und die ständigen Unterbrechungen eine nachhaltige Speicherung von Informationen erschwerten.

Die Studie ist allerdings mit gewisser Vorsicht zu interpretieren: Sie stützt sich auf Selbsteinschätzungen der Befragten und lässt eine Reihe weiterer Einflussfaktoren auf das Gedächtnis unberücksichtigt.

Dennoch legen die Befunde einen deutlichen Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und Gedächtnisproblemen nahe.

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KO KOSMO-Redaktion
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