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Tabubruch

Tampons, Binden & Co.: dm verschenkt Hygieneartikel an Schulen

Tampons, Binden & Co.: dm verschenkt Hygieneartikel an Schulen
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2 Min. Lesezeit |

Während Toilettenpapier selbstverständlich ist, fehlen Periodenprodukte oft. Nun startet dm eine landesweite Offensive gegen Menstruationsarmut und liefert Millionen kostenloser Hygieneartikel.

In einem umfassenden Vorstoß gegen Periodenarmut versorgt dm drogerie markt österreichische Bildungseinrichtungen landesweit mit kostenlosen Menstruationsprodukten. Die Drogeriekette möchte damit nicht nur finanzielle Hürden abbauen, sondern auch das gesellschaftliche Schweigen rund um die Menstruation durchbrechen.

„Während Toilettenpapier, Seife und Handtrockner in öffentlichen Sanitäranlagen selbständig sind, fehlen Periodenprodukte bislang – für uns bei dm ist das nicht nachvollziehbar„, erklärt Christian Freischlager aus der dm-Geschäftsleitung. Die Salzburger Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) unterstützt das Engagement: „Niemand kann vorhersagen, wann ein Mädchen zum ersten Mal ihre Periode bekommt. Umso wichtiger ist es, den offenen Dialog zu fördern und diese Themen aktiv anzusprechen.“

Millionen Produkte

Die landesweite Kampagne des Drogeriekonzerns stellt für das laufende Schuljahr insgesamt 5,6 Millionen Menstruationsprodukte bereit, die an bis zu 500 Bildungseinrichtungen verteilt werden. Laut Unternehmensangaben sollen dadurch Aufklärung vorangetrieben, Tabus abgebaut und betroffene Personen finanziell entlastet werden.

Wie aus einer sommerlichen Pressemitteilung von dm hervorgeht, umfasst die Spende 4 Millionen Tampons und 1,6 Millionen Binden. Bereits jetzt profitieren 15 Hochschulen und Universitäten sowie 22 Schulen in Salzburg von dem Angebot. Ab Oktober soll das Programm auf weitere 252 Bildungseinrichtungen in Vorarlberg, Tirol, Kärnten, der Steiermark, Niederösterreich und dem Burgenland ausgeweitet werden.

Das Kooperationsprojekt zielt darauf ab, Schülerinnen „in Notsituationen schnell und unkompliziert“ zu helfen. Die mitgelieferten Produktspender sind mit QR-Codes ausgestattet, die zu Informationsmaterialien über Menstruation und Frauengesundheit führen. Diese Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit einer Gynäkologin aus Salzburg für das hauseigene Active Beauty-Magazin entwickelt.

Finanzielle Belastung

Die Initiative basiert auf Erkenntnissen eines internationalen Menstruationsreports, den dm gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Spectra erstellt hat. Für die Studie wurden mehr als 6.000 Frauen zwischen 16 und 50 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen: Rund 60 Prozent der Befragten betrachten Menstruation nach wie vor als Tabuthema, während 17 Prozent der österreichischen Frauen den Erwerb von Periodenprodukten als „massive finanzielle Belastung“ empfinden.

Der Menstruationsgesundheitsbericht 2024 des Gesundheitsministeriums zeichnet ein noch dramatischeres Bild – demnach haben sogar 20 Prozent der Frauen Schwierigkeiten, sich diese Hygieneartikel zu leisten.

Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) betont die Dringlichkeit des Problems: „In Zeiten der Teuerung ist eine finanzielle Entlastung bei diesen grundlegenden Artikeln dringlich und notwendig.“

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KO KOSMO-Redaktion
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