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Radikalisierung

Terrorzelle gesprengt: 19-Jähriger wollte bei Swift-Konzert „Ungläubige töten

Terrorzelle gesprengt: 19-Jähriger wollte bei Swift-Konzert „Ungläubige töten
Foto: iStock, epa/ROSSELLA PAPETTI
2 Min. Lesezeit |

Radikale Ideologien verbreiten sich im Verborgenen. Hinter verschlossenen Türen werden Hass und Gewalt gepredigt, während die Öffentlichkeit ahnungslos bleibt.

Seit Monaten wird in Österreich über die Gefahr islamistischer Anschläge diskutiert. Nun hat die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) einen 19-jährigen Österreicher mit ägyptischen Wurzeln festgenommen. Der junge Mann soll einen Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien geplant haben.

Der Verdächtige hatte sich laut Ermittlern in den vergangenen Wochen im Internet radikalisiert und dem „Islamischen Staat“ (IS) die Treue geschworen. Er soll Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff besorgt haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurden entsprechende Substanzen sichergestellt.

Radikalisierung im Internet

Der 19-Jährige arbeitete als Sicherheitsmitarbeiter und hatte Zugang zu den Konzertlocations. Er soll in Chats geschrieben haben, dass er „Ungläubige töten“ wolle. Laut Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) habe er „ein Martyrium im Zusammenhang mit den Konzerten“ geplant.

Die Ermittlungen wurden durch internationale Geheimdienste unterstützt. Besonders die US-amerikanischen Dienste lieferten wichtige Hinweise, da die Sängerin Taylor Swift aus den USA stammt und als symbolträchtiges Ziel gilt.

Die drei ausverkauften Konzerte in Wien wurden abgesagt. Die Veranstalter teilten mit, dass die Absage „aufgrund der Bestätigung eines geplanten Terroranschlags durch die Behörden“ erfolgt sei.

Fans können ihre Tickets zurückgeben und erhalten den vollen Kaufpreis erstattet.