Thaçi: „Ich würde lieber mit dem Teufel als mit Vučić verhandeln“

"NORMALISIERUNGSDIALOGE"

Thaçi: „Ich würde lieber mit dem Teufel als mit Vučić verhandeln“

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Vucic-Thaci-Kosovo
(FOTO: European Union)

So zitierte die Nachrichtenagentur Beta den kosovarischen Präsidenten einen Tag vor dem erneuten Zusammentreffen mit seinem serbischen Kollegen.

Im einem weiteren Interview für Kosovapress bezeichnete Hashim Thaçi die Verhandlungen zur Kosovo-Frage als sehr schwierig und rief die Vertreter der kosovarischen Partei auf, ein größeres Bewusstsein für den Staat Kosovo an den Tag zu legen, um den Normalisierungsdialog zwischen den beiden Balkanstaaten bestmöglich vorantreiben zu können.

Mogherini, Vučić und Thaçi heute in Brüssel
Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Frederica Mogherini berief für Donnerstag ein abermaliges Zusammentreffen des serbischen und kosovarischen Präsidenten ein.

Experten erwarten, dass sowohl Thaçi als auch Vučić ihre Bereitschaft für eine intensivere Arbeit an der Lösung der Kosovo-Frage zeigen werden. Dies ist angesichts der kürzlichen Balkanreise des österreichischen Bundeskanzlers eine logische Folge, da Sebastian Kurz betonte, dass eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien die essentielle Grundlage für einen Weg in Richtung EU-Beitritt seien. (KOSMO berichtete)

Vučić sagte Treffen im September ab
Das letzte Zusammentreffen der beiden Streitparteien fand am 18. Juli statt, wobei eine nächste Runde für den 7. September geplant war. Allerdings saßen Vučić und Thaçi beim letzten Termin in Brüssel nicht zusammen an einem Tisch, sondern führten nur Einzelgespräche mit Mogherini.

Damals teilte die Europäische Union den beiden Balkanländern mit, dass es an ihnen liege, „unterschiedliche Ideen“ in Betracht zu ziehen, um zu sehen „was möglich sei und was nicht“. Dies solle dann im Idealfall die Grundlage für einen eventuellen Kompromiss zwischen Serbien und dem Kosovo darstellen.