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Beziehungskiller

Therapeutin enthüllt wahren Grund für Seitensprünge!

Therapeutin enthüllt wahren Grund für Seitensprünge!
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Wenn die Leidenschaft erlischt, öffnet sich die Tür zur Affäre. Eine renommierte Sexualtherapeutin enthüllt den überraschend simplen Hauptgrund für Untreue.

Untreue in Partnerschaften ist weitaus verbreiteter als gemeinhin angenommen. Studien und Erhebungen deuten darauf hin, dass etwa jeder fünfte Verheiratete bereits eine außereheliche Affäre hatte. Die genaue Definition von Untreue variiert dabei je nach individueller Beziehungskonstellation.

Die Motive für Seitensprünge sind vielfältig. Manche Theorien stellen Zusammenhänge zwischen Beruf oder Wohnort und der Häufigkeit von Untreue her. In bestimmten Beziehungsmodellen wie dem sogenannten Soft Swapping (eine Form des Partnertauschs mit begrenzter Intimität) gehören sogar gewisse Formen des Fremdgehens zum Konzept.

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Ursache Leblosigkeit

Nach Einschätzung der renommierten Sexualtherapeutin Esther Perel, die auf 45 Jahre Berufserfahrung zurückblickt, ist vor allem ein Faktor für Untreue ausschlaggebend: Leblosigkeit. Die Therapeutin erklärt, dass erstarrte Beziehungen häufig zu außerpartnerschaftlichen Affären führen. Damit beschreibt sie das allmähliche Verblassen der anfänglichen Anziehungskraft zwischen den Partnern.

Dieses Phänomen sei in langfristigen Beziehungen zwar bis zu einem gewissen Grad normal, führe jedoch oft dazu, dass die Beteiligten die Begeisterung füreinander verlieren.

Geschlechterspezifische Unterschiede

Aktuelle Studien belegen Perels These und zeigen interessante Nuancen: Bei Frauen steht häufiger die emotionale Unzufriedenheit im Vordergrund, während Männer eher den Reiz des Neuen suchen. Eine repräsentative Erhebung ergab, dass 52 Prozent der befragten Frauen Unglücklichsein in der Beziehung als Hauptmotiv für Untreue nennen. Männer hingegen geben öfter spontane Gelegenheiten und den Wunsch nach Abwechslung als Auslöser an.

In der Schweiz zählen laut einer aktuellen Umfrage sexuelle Unzufriedenheit (31 Prozent) und das Bedürfnis nach mehr Aufmerksamkeit (26 Prozent) zu den häufigsten Gründen für Seitensprünge. Auch Neugierde und experimentelle Motive wurden von vielen Befragten genannt – alles Faktoren, die auf das von Perel beschriebene Verblassen der Lebendigkeit in Partnerschaften hindeuten.

Neugier kultivieren

Die Expertin empfiehlt jedoch, eine solche Beziehungskrise nicht vorschnell aufzugeben. Stattdessen sei es wichtig, eine grundlegende Neugier für den Partner zu kultivieren. „Es bedeutet, sich zu erkunden“, erklärt die Therapeutin, und „sich der Möglichkeit zu öffnen, dass man seinen Partner doch nicht so gut kennt, wie man denkt.“

Diese Neugier müsse sich dabei nicht zwangsläufig auf sexuelle Aspekte beziehen. Laut Perel können auch der Austausch faszinierender Geschichten, die Etablierung neuer gemeinsamer Rituale oder das Entdecken unbekannter Aktivitäten dazu beitragen, die Vitalität einer Partnerschaft zu erhalten.

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KO KOSMO-Redaktion
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