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Massengrab

Tierheim-Skandal: Ermittler finden 117 tote Hunde

Tierheim-Skandal: Ermittler finden 117 tote Hunde
(FOTO: Screenshot / YouTube)
3 Min. Lesezeit |

Ein Tierheim, das Leben retten soll – doch auf seinem Gelände erzählen 600 Halsbänder eine andere Geschichte.

Auf dem Gelände des Tierheims Miranda’s Rescue Animal Sanctuary in Kalifornien haben Ermittler einen erschreckenden Fund gemacht: die sterblichen Überreste von 117 Hunden, von denen viele Anzeichen von Schussverletzungen aufweisen. Die Behörden gehen davon aus, dass dies noch nicht das vollständige Ausmaß des Falls widerspiegelt. In einer Scheune, die als zentraler Tatort eingestuft wird, stießen die Einsatzkräfte auf mehr als 600 Hundehalsbänder.

Die bisherigen Ermittlungen zeigen zudem, dass dem Tierheim Hunderte Tiere übergeben wurden, deren Verbleib in einem erheblichen Teil der Fälle bis heute ungeklärt ist. Die Ermittlungen waren bereits im April aufgenommen worden. Da zahlreiche Hunde als vermisst gemeldet sind, rückte Ende Juni ein Ermittlungsteam erneut auf dem Gelände an.

Schüsse & Massengräber

Mit Bodenradar wurden gezielt Bereiche untersucht, in denen der Untergrund auf mögliche Massengräber hindeutete, woraufhin an mehreren Stellen Grabungen eingeleitet wurden. Aus zwei dieser Grabungsstätten bargen die Einsatzkräfte schließlich die Überreste von 117 Hunden. Darüber hinaus wurden 21 Hundeschädel, Hunderte einzelne Knochen sowie sechs lose Mikrochips sichergestellt.

Inhalt 1:

Weitere tote Tiere wurden zwar entdeckt, aufgrund ihres weit fortgeschrittenen Verwesungszustands jedoch nicht geborgen. 70 der exhumierten Hunde wurden noch an Ort und Stelle geröntgt. Die Aufnahmen zeigten bei einer Vielzahl der Tiere Projektilreste im Körper, weshalb forensische Tierärzte davon ausgehen, dass zahlreiche Hunde durch Schüsse ums Leben kamen.

Inhalt 2:

Sämtliche Kadaver wurden als Beweismittel asserviert. Die Daten der aufgefundenen Mikrochips werden derzeit ausgewertet, um eine Identifizierung der Tiere zu ermöglichen. Besonders brisant erscheint dabei, dass Miranda’s Rescue nach eigenen Angaben als sogenanntes No-Kill-Tierheim geführt wird – eine Einrichtung, in der Tiere grundsätzlich nicht getötet werden, um Kapazitäten zu schaffen.

Behörden & Widerspruch

Neben dem Sheriffbüro sind an den Ermittlungen auch das FBI sowie mehrere Bundes- und Landesbehörden beteiligt. Sheriff William Honsal bezeichnete die Lage als ein „schreckliches Szenario“. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Es gilt, eine enorme Menge an Daten auszuwerten, Zeugen zu befragen und Beweismittel zu untersuchen“, erklärte er.

Inhalt 3:

Das Tierheim selbst weist alle Vorwürfe von sich. In einer Stellungnahme hieß es, die mediale Berichterstattung sowie Kommentare im Internet würden ein „unvollständiges und in einigen Fällen unzutreffendes Bild“ der Tätigkeit der Einrichtung zeichnen. In den Kommentarspalten des Sheriffbüros hingegen formiert sich deutlicher Widerspruch: Zahlreiche Nutzer fordern, „die ganze Familie“ des Tierheimbetreibers in die Ermittlungen einzubeziehen und auch Grundstücke von Familienmitgliedern zu durchsuchen.

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KO KOSMO-Redaktion
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