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Unfallserie

Todesfalle Gehsteig: Wiener fliegt zweimal gegen die Hausmauer

Todesfalle Gehsteig: Wiener fliegt zweimal gegen die Hausmauer
(istockfoto: Gehsteig)
2 Min. Lesezeit |

Zweimal angefahren, zweimal verletzt – immer an derselben Stelle. Für einen Wiener wurde ein Gehsteig zur gefährlichen Falle.

Ein 45-jähriger Wiener wurde an ein und derselben Stelle in der Hollgasse vor einer Supermarktgarage in Wien-Margareten gleich zweimal von einem Auto erfasst – am 26. Juli und am 14. November. Der Programmierer Bernd R., der auch als Läufer aktiv ist, wurde jeweils von einem Fahrzeug auf dem Gehsteig übersehen. „Ich flog gegen die Hausmauer und landete unsanft auf dem Gesäß“, schilderte er gegenüber „Heute“.

Beim ersten Unfall trug er Verletzungen am Kopf, an der Schulter und der Lendenwirbelsäule davon und konnte deshalb nicht an einem Marathon teilnehmen. Beim zweiten Vorfall zog er sich eine Prellung der linken Hüfte sowie des linken Knies zu – der Fahrer versuchte dabei, sich unbemerkt vom Unfallort zu entfernen.

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Rechtliche Aufarbeitung

Beide Fälle wurden rechtlich aufgearbeitet: Verkehrsrechtsanwalt Roman Tenschert erzielte in beiden Verfahren einen Erfolg für seinen Mandanten, der insgesamt 8.214 Euro Schmerzengeld zugesprochen bekam. Tenschert mahnte dabei auch die Verantwortlichen der Stadt: „Die Stadt sollte zeitnah überprüfen, ob die Stelle ausreichend gesichert ist, bevor dort noch Schlimmeres passiert.“

Bernd R. selbst beschreibt die Lage als zermürbend – er wäre beinahe ein drittes Mal an derselben Stelle angefahren worden, konnte dem Fahrzeug jedoch in letzter Sekunde ausweichen. „Es ist ein Kampf gegen Windmühlen“, so der 45-Jährige. Wegen des Vorfalls wurde eine Anzeige wegen Gefährdung erstattet.

Gefährliche Verkehrsführung

Eine Begehung der Örtlichkeit durch „Heute“ verdeutlichte die Gefährlichkeit der Stelle: Während des Lokalaugenscheins fuhr ein Autofahrer ein Verkehrsschild um. Auch der neue Bezirksvorsteher von Wien-Margareten, Michael Luxenberger von den Grünen, räumte ein, dass die Verkehrsführung ursächlich für die Problematik sei – konkret die „in der vorigen Legislaturperiode festgelegte Einbahnführung der Reinprechtsdorfer Straße“.

„Gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Stadt arbeiten wir an Lösungen, die nachhaltig auch nach Fertigstellung der U-Bahn Bestand haben sollen“, erklärte er.

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KO KOSMO-Redaktion
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