Verbund senkt den Strompreis – und bringt damit Österreichs Landespolitik unter Druck.
Österreichs größter Stromkonzern, der Verbund, wird seine Tarife mit 1. März nach unten anpassen. Der neue Nettotarif liegt bei 12,50 Cent pro Kilowattstunde – wer im ersten Vertragsjahr dabei ist, profitiert von einem zusätzlichen Rabatt von 3 Cent, womit der Preis auf 9,50 Cent netto sinkt. Die Ankündigung löst in Oberösterreich politischen Gegenwind aus.
Politischer Druck
Die SPÖ Oberösterreich richtet scharfe Kritik an die dortige Regierungskoalition aus Volkspartei und Freiheitlichen und verlangt von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, in seiner Funktion als Eigentümervertreter der Energie AG Oberösterreich tätig zu werden und Stromtarife von unter 10 Cent netto pro Kilowattstunde durchzusetzen.
Konsumentenschutzsprecherin Heidi Strauss macht darauf aufmerksam, dass der oberösterreichische Landesversorger seinen Strom zu einem erheblichen Teil aus günstiger Wasserkraft gewinnt – einen Kostenvorteil, der nach ihrer Einschätzung bislang nicht ausreichend an die Endkunden weitergegeben wird. Sollten die Tarife der Energie AG Oberösterreich nicht angepasst werden, drohe eine Abwanderung von Kunden zum Verbund – was sie als Armutszeugnis für die Landespolitik wertet.
⇢ Experten warnen: Wer nicht wechselt, zahlt drauf – so günstig wird Strom 2026!
Norbert Hopoltseder, Landespräsident des Pensionistenverbandes Oberösterreich, schließt sich dieser Einschätzung an: Die Zurückhaltung der Landesregierung sei für ihn nicht nachvollziehbar und angesichts der jüngsten Kälteperiode für viele Haushalte eine unzumutbare Belastung.