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Tödliche Airbags: Ford ruft 3 Millionen Fahrzeuge zurück

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(FOTO: iStock)

Der Automobilhersteller Ford wird wohl drei Millionen Fahrzeuge in den USA zurückrufen müssen. Offenbar sind die Airbags schadhaft und können bei einem Fahrer tödlich enden.

Der Automobilhersteller Ford muss wegen angeblicher defekter Airbags drei Millionen Autos zurückrufen. Die US-Behörde entschied für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA und wies damit die Bitte von Ford ab, auf diesen Schritt zu verzichten. Es handelt sich um Airbags des Takata-Lieferanten, die unter ungünstigen Umständen ausgelöst werden können.

Defekte Airbag-29 Todesfällen:
Ford zählt als zweitgrößter US-Autobauer und muss nun die zahlreichen Fahrzeuge wegen möglicher defekter Airbags des Zulieferers Takata reparieren. NHTSA, die US-Verkehrsaufsicht wies am Dienstag einen Antrag der Firma ab, den Rückruf von rund drei Millionen Fahrzeugen auszuweichen. Nun habe Ford 30 Tage Zeit einen Plan auszuarbeiten, die die betroffenen Fahrzeugbesitzer informiert um die Probleme zu beheben. Ford hat noch keine Stellungnahme vorgelegt, sicher ist nur, dass ein Fahrzeugrückruf in der Größenordnung, hohe Kosten verursachen wird.

Nach NHTSA-Angaben sind die Ford-Modelle Fusion, Ranger und Edge der Baujahre 2006 bis 2012 sowie bestimmte Fahrzeugtypen der Konzernmarken Lincoln und Mercury betroffen. Seit Jahren bereiten defekte Takata-Airbags der Autoindustrie große Probleme, welche den bislang größten US-Fahrzeugrückruf verursacht haben. Dutzende andere Autobauer sind auch betroffen, unter anderem deutsche Hersteller wie BMW und Audi. Nur in den USA wurden 67 Millionen Fälle verzeichnet. Die auslösenden Airbags führen zu zahlreichen Verletzungen und mittlerweile wurden auch 29 Todesfälle dadurch in Verbindung gesetzt. In den USA hat Takata ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Strafe in Milliardenhöhe akzeptiert. 2017 trieb das Airbag-Problem den Betrieb in die Insolvenz.