Tödliches Virus erreicht Mittelmeer: Mehr als 100 Infizierte und zahlreiche Tote (KARTE)

WEST-NIL-VIRUS

Tödliches Virus erreicht Mittelmeer: Mehr als 100 Infizierte und zahlreiche Tote (KARTE)

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West-Nil-Virus-Adria
(FOTO: iStockphoto, zVg.)

Einige Länder der Europäischen Union bzw. des Westbalkans kämpfen auch weiterhin gegen die Verbreitung des West-Nil-Virus, der bereits elf Todesopfer forderte.

Das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berichtet, dass sich allein dieses Jahr 111 Menschen mit dem potentiell lebensgefährlichen West-Nil-Virus angesteckt.

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Da wartet man monatelang, hütet sich vor der Grippewelle im Büro und kaum ist man auf Urlaub, kratzt der Hals. Aber das muss nicht sein! Das Krankwerden in der Freizeit, kann man mit ein paar Tricks verhindern.

27 Fälle wurden im Zeitraum vom 27. Juli in 2. August aus der Region rund um Venedig und den beliebten österreichischen Urlaubsstränden an der Adria gemeldet. Zwei Infizierte starben sogar an den Folgen der Virusinfektion. Die zuständigen Behörden unternehmen derzeit alles in ihrer Macht Stehende, um eine Ausbreitung zu verhindern. Allerdings sei der Erfolg laut regionaler Medien nur mäßig.

Übertragen wird das Virus durch Stechmücken, weshalb auch die Befürchtung besteht, dass sich die Krankheit auch in Österreich ausbreiten könne. Derzeit ist das Risiko jedoch noch sehr gering. Alarmierend ist jedoch die Tatsache, dass die derzeitige Hitzewelle in ganz Europa zur Verbreitung dieser Krankheit stark beiträgt.

Westbalkan: 61 Tote in Serbien
Nicht nur Italien, sondern auch Griechenland, Ungarn, Rumänien und Serbien verzeichnet über hunderte von erkrankten Menschen. Allein in Serbien verstarben an dem West-Nil-Virus seit Mai neun Personen. Noch viel dramatischer ist die Zahl an Toten aus dem vergangenen Jahr. Bis Ende 2017 wurden 574 Erkrankungen und 61 Todesopfer registriert.

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Krankheitsverlauf und Symptome
Das West-Nil-Fieber, welches durch das gleichnamige Virus hervorgerufen wird, verläuft in den meisten Fällen wie ein grippaler Infekt (Fieber, Abgeschlagenheit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Lymphknotenschwellungen).

Bei manchen Erkrankten kommt es zu einer Schädigung des zentralen Nervensystems mit Hirnhautentzündung, Hirnentzündung oder kinderlähmungsähnlichen, schlaffen Lähmungen. Diese schweren Verläufe können auch zu bleibenden Schäden und sogar zum Tod führen. Vor allem ältere Personen (ab 50 Jahre) und Kinder zählen zu den Risikogruppen.

Die Befürchtung: Irgendwann könnte der Erreger den Sprung über die Alpen schaffen. Noch ist das Risiko, sich in Österreich mit dem West Nil Virus anzustecken, sehr gering, doch auch heimische Stechmücken sind in der Lage den Erreger zu übertragen. Die anhaltende Hitze, trägt ihr übriges zur Verbreitung der Tropenkrankheiten bei.

Eine Karte des Europäische Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten, auf welcher alle betroffenen Gebiete markiert sind, findet ihr auf der zweiten Seite!