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Sexualverbrechen

Touristin auf Balkaninsel mehrfach vergewaltigt worden

Touristin auf Balkaninsel mehrfach vergewaltigt worden
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Unter dem Vorwand einer Notlage soll ein junger Mann auf Kos das Vertrauen einer Touristin erschlichen haben. Der Vorfall am beliebten Strand von Psalidi endete tragisch.

Eine 21-jährige Niederländerin hat bei den Behörden auf der griechischen Ferieninsel Kos eine Vergewaltigungsanzeige erstattet. Die junge Frau gab an, dass ein 20-jähriger Syrer sie am Strand mehrfach zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe. Wie die niederländische Zeitung De Telegraaf berichtet, bestätigte die örtliche Polizei den Vorfall, der sich in der Nacht zum Samstag gegen 2:30 Uhr an einem Strandabschnitt in Psalidi im Nordosten der Insel zugetragen haben soll.

Die Touristin meldete den Übergriff einige Stunden später, als die Polizeistation wieder geöffnet hatte. Laut Zeitungsbericht war die Frau bei ihrer Anzeige in einem psychisch stark belasteten Zustand.

Täuschungsmanöver

Nach Angaben griechischer Medien hatte der mutmaßliche Täter zunächst vorgegeben, in einer Notlage zu sein. Als die Niederländerin ihm ihre Hilfe anbot, soll er die Situation ausgenutzt und sie sexuell missbraucht haben. Die Strafverfolgungsbehörden leiteten umgehend Ermittlungen ein.

Bereits am Nachmittag desselben Tages, gegen 16 Uhr, konnten die Fahnder den Verdächtigen im Stadtgebiet von Kos ausfindig machen und festnehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Unterkunft stellten die Beamten neben einer kleinen Menge Kokain auch knapp zwei Gramm Cannabis sicher.

Laufende Ermittlungen

Der festgenommene Syrer verbleibt bis zur Gerichtsverhandlung in Untersuchungshaft. Die zuständigen Behörden haben eine umfassende kriminaltechnische Untersuchung angekündigt. Auch die betroffene Urlauberin soll medizinisch untersucht werden, um mögliche Beweismittel zu sichern.

Der Tatort Psalidi zählt zu den beliebten Touristenzielen auf der Insel. Die Region lockt Urlauber nicht nur mit Bademöglichkeiten und Unterwassersport, sondern auch mit einem aktiven Nachtleben.

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Sicherheitsmaßnahmen für Touristen

Der aktuelle Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Laut dem griechischen Tourismusministerium wurden in der diesjährigen Hauptsaison auf den Ägäis-Inseln insgesamt 28 schwere Straftaten gegen Touristen registriert. Sexuelle Übergriffe stellen mit zwölf Fällen die häufigste Kategorie dar.

Die griechische Polizei hat als unmittelbare Reaktion zusätzliche Streifen an beliebten Strandabschnitten eingeführt und eine 24-Stunden-Hotline für Touristen in Notsituationen eingerichtet. Besonders für die Urlaubshochburgen wie Psalidi wurden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt.

Österreichische Reiseveranstalter haben mittlerweile begonnen, ihre Gäste vor Reiseantritt gezielt über Sicherheitsvorkehrungen in beliebten Urlaubsgebieten zu informieren. Die Empfehlung lautet insbesondere für allein reisende Frauen, nach Einbruch der Dunkelheit abgelegene Strandabschnitte zu meiden und auf ausreichend belebte Wege zu achten.

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KO KOSMO-Redaktion
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