Vom Stratosphärensprung zum tragischen Absturz: Der Mann, der die Schallmauer im freien Fall durchbrach, verliert bei einem Motorschirmflug über Italien sein Leben.
Felix Baumgartner schrieb als Pionier der Lüfte Extremsportgeschichte. Der Österreicher war der erste Mensch, der den Ärmelkanal ohne Motor fliegend bezwang. In seiner beeindruckenden Karriere stellte er mehrere Weltrekorde auf – darunter den höchsten Fallschirmsprung und die Höchstgeschwindigkeit im Paragliding.
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Seinen legendärsten Moment erlebte Baumgartner am 14. Oktober 2012. Mit einem Heliumballon stieg er in die Stratosphäre (äußere Schicht der Erdatmosphäre) auf und wagte dann das Unglaubliche: Aus 38.969,4 Metern Höhe sprang er in Richtung Erde. Während des freien Falls durchbrach er die Schallmauer und sicherte sich damit gleich drei Weltrekorde. Bevor er in die Tiefe sprang, richtete er bewegende Worte an die Welt: „Ich weiß, die ganze Welt sieht jetzt zu. Könntet ihr nur sehen, was ich sehe! Manchmal muss man wirklich weit hinaufgehen, damit man erkennt, wie klein man ist … Ich gehe jetzt heim.“
Seine sportliche Laufbahn begann Baumgartner beim österreichischen Bundesheer, wo er zunächst zum Panzerfahrer ausgebildet wurde, bevor er zum Fallschirmspringen wechselte. Schon ein Jahr später erhielt er einen Sponsorenvertrag mit Red Bull und machte sich durch spektakuläre Stunts einen Namen. Zu seinen aufsehenerregendsten Aktionen zählte der Sprung vom 88. Stockwerk der „Petronas Towers“ in Kuala Lumpur.
Tragischer Unfall
Erst vor wenigen Tagen hatte der Extremsportler seinen Anhängern noch „fliegende Urlaubsgrüße“ aus der italienischen Stadt Fermo gesendet. Das beigefügte Bild zeigte ihn mit seinem Motorschirm hoch über der Adriaküste. Nun die erschütternde Nachricht: Baumgartner ist tot! Wie italienische Medien berichten, verunglückte der international bekannte Extremsportler am Donnerstagnachmittag (17. Juli) während eines solchen Fluges tödlich.
Der 56-Jährige verlor offenbar aufgrund eines plötzlichen Unwohlseins die Kontrolle über sein Fluggerät. Augenzeugen berichteten, dass er in niedriger Höhe unterwegs war, bevor er kurz nach 16 Uhr in eine Poolanlage in Porto Sant’Elpidio stürzte.
Tragico volo. Si era lanciato con il parapendio ma,durante il volo,è stato colto da un malore, ha perso il controllo del mezzo, è precipitato ed è deceduto.E’ avvenuto a Porto Sant’Elpidio morto Felix Baumgartner, famoso base jumper,finito nella piscina di una struttura ricettiva pic.twitter.com/OaG0MmLdEv
— Franco Scarsella (@FrancoScarsell2) July 17, 2025
Dramatische Szenen
Der Unfall hätte laut „Corriere Adriatico“ beinahe zu einer noch größeren Tragödie geführt. Zum Zeitpunkt des Absturzes war die Anlage mit Kindern gefüllt. Baumgartners Fluggerät kollidierte mit einer Holzkonstruktion, deren Trümmer eine Bademeisterin verletzten. Nach der Erstversorgung musste sie ins Krankenhaus von Fermo transportiert werden.
Für den weltberühmten Stratosphärenspringer kam jede Hilfe zu spät. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch den Tod des Österreichers feststellen.
Auf Bildern vom Unglücksort sind Ersthelfer und Einsatzkräfte zu sehen, die sich am Rand eines Schwimmbeckens um Baumgartner bemühen, während viele der schockierten Augenzeugen in Badeanzügen und Badehosen das tragische Geschehen verfolgen.