Start Welt
Verlust

Tragödie im Schatten des Konflikts: Mann verliert Tochter

(FOTO: EPA-EFE/ATEF SAFADI)

Inmitten eines größeren politischen und militärischen Konflikts erlebt Thomas Hand, ein Vater aus Dublin, eine persönliche Tragödie. Seine Tochter Emily wurde bei einem Angriff der Hamas getötet, nur wenige Jahre nachdem seine Frau an Krebs verstarb. Hand’s emotionale Reaktion auf den Verlust seiner Tochter bewegt die Welt.

Der in Dublin geborene Thomas Hand, der seine Jugend in Großbritannien verbrachte und vor rund 30 Jahren nach Israel übersiedelte, erlebt eine tiefgreifende persönliche Tragödie vor dem Hintergrund eines weitreichenden politisch-militärischen Konflikts. Seine Tochter Emily fiel einem Angriff der Hamas auf ihren Kibbuz zum Opfer, bei dem über 100 Menschen ihr Leben ließen. Dieses schmerzhafte Ereignis kommt nur wenige Jahre nach dem Krebstod seiner Frau.

Hand, der immer noch Familie in Südostengland hat, musste eine unerträgliche zweitägige Wartezeit auf Nachrichten über seine Tochter durchstehen, nachdem palästinensische Terroristen am Samstagmorgen in ihren Kibbuz eingedrungen waren.

@cnn CNN's Clarissa Ward speaks with Thomas Hand, a grieving father whose daughter was killed during the Hamas attack on Israel. #cnn #news #israel #gaza #hamas ♬ original sound – CNN

In einem bewegenden Interview mit CNN brach Hand in Tränen aus, als er von dem Moment erzählte, als ihm endlich gesagt wurde, dass der Körper seiner Tochter gefunden wurde.

Ehefrau starb an Krebs

„Man teilte mir mit, dass sie Emily gefunden haben, dass sie nicht mehr lebt. Ich konnte nur ‚ja‘ sagen und lächeln, denn vielleicht war das das Beste, auf das ich hoffen konnte. Es gab zwei Möglichkeiten: Sie war entweder tot oder in Gaza. Und wenn Sie ein Bild davon haben, wie Menschen in Gaza behandelt werden, dann ist das oft schlimmer als der Tod. Die dortigen Bedingungen, die Art der Behandlung – kein Essen, kein Wasser. Sie hätte in ständiger Angst gelebt, jeden Moment, jede Stunde, jeden Tag, und vielleicht noch viele Jahre lang. In diesem Licht betrachtet, war ihr Tod vielleicht sogar eine Erlösung“, äußerte er.

Hand lebte gemeinsam mit seiner Tochter Emily im Kibbuz, seitdem sie den tragischen Verlust ihrer Mutter durch Krebs hinnehmen mussten. Er schilderte die dramatischen Ereignisse der besagten Nacht, in welcher Emily bei einer Freundin übernachtete. Doch am nächsten Morgen wurde ihr Kibbuz zum Ziel eines Angriffs.

Überwachungskameras zeichneten auf, wie Hamas-Kämpfer sowohl zu Fuß als auch mit Fahrzeugen das Kibbuz-Tor durchquerten. Ein Kämpfer, bewaffnet mit einer Waffe, die einem Kalaschnikow sehr ähnlich sieht, griff nach einer der Kameras und zerstörte sie, als er vorbeilief.

Während an dem besagten Wochenende schätzungsweise 1.200 Israelis durch Hamas-Angriffe ihr Leben verloren, wurden zusätzlich zahlreiche Israelis, darunter auch rund 20 US-Bürger, von palästinensischen Terroristen entführt. Ihr aktueller Aufenthaltsort ist bis dato unbekannt.