Trotz Verbot und Haftstrafe existieren einige Vielehen in Österreich!

AL-FATH-MOSCHEE

Trotz Verbot und Haftstrafe existieren einige Vielehen in Österreich!

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In Österreich ist die Vielehe verboten
In einer Wiener Moschee soll ein Imam die Vielehe verherrlicht haben (FOTO: Facebook AL-Fath Moschee Wien, iStock)

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Polygamie ist derzeit in Deutschland wie auch in Österreich verboten und wird mit drei Jahren Haft bestraft. Dennoch wurden in den letzten zwei Jahren den zuständigen Behörden 40 Fälle gemeldet.

Islamexperte Amir Mayati verrät: „Ich kenne einige Fälle von Mehrehen in Österreich. Der Trick ist: Eine Ehe schließen sie am Standesamt, die anderen vor dem Imam in der Moschee.“

Imam soll zur Viel-Ehe aufgefordert haben!

In der ägyptischen Al-Fath-Moschee im 15. Wiener Gemeindebezirk soll ein Prediger die polygame Ehe verherrlicht haben. Es wird spekuliert, dass der Imam Ahmed N. den Gläubigen zu Vielehen geraten hätte. „Wenn eine von den vier Frauen stirbt, heiratet er eine neue Frau“, erklärt der Geistliche im Video. Und: „Wenn der Muslim sich von seinen vier Frauen geschieden hat, dann ist es ihm erlaubt, vier andere Frauen zu heiraten.“

Bei der FPÖ wertet man diese Predigt als Aufruf zur illegalen Vielehe in Österreich. Im Netz kursiert das Video des Imams aus der Al-Fath-Moschee, dieses möchte die Partei an das Innenministerium weiterleiten. Schuld an „diesem jenseitigen und allen kulturellen Werten widersprechenden Frauenbild“ sei die SPÖ mit „ihrer fahrlässigen Willkommenskultur“, so FPÖ-Wien-Chef Johann Gudenus.

„Geschichtlicher Abriss“

Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) hat sich das Video in Gesamtlänge angesehen und sieht darin keinen Aufruf zur Vielehe. Es sei ein „geschichtlicher Abriss aus der Frühzeit der Muslime“, so Sprecher Rusen Timur Aksak. Die Lebensrealität österreichischer Muslime sei nicht mit der Idee der Polygamie zusammenzuführen. In Moscheen seien „islamische Geschichte wie auch Theologisches nichts Ungewöhnliches“. Auch Rüdiger Lohlker, Professor für Islamwissenschaften an der Universität Wien, erkennt bei der Predigt keinen Aufruf zur Polygamie. Vielmehr hält er diesen Interpretationsansatz für „überzogen“.

Dennoch wurden heuer bereits zwölf Verdachtsfälle auf Vielehe in Österreich gemeldet, Experten aber schätzen die Dunkelziffer viel höher.

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