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AMS VERMITTELT

Über 140 Arbeitslose derzeit im Corona-Einsatz

Symbolbilder (FOTOS: iStockphotos)

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gibt es auch gute Neuigkeiten, zumindest für zahlreiche Arbeitslose aus ganz Österreich. Denn viele von ihnen wurden als Coronavirus-Contact-Tracer und als Hilfskräfte vermittelt.

Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat österreichweit bisher über 140 Arbeitslose als temporäre Corona-„Contact Tracer“ und als Hilfskräfte an die lokalen Gesundheitsbehörden vermittelt. Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) hatte erst vergangenes Wochenende an die Bundesländer appelliert, ältere und Langzeit-Arbeitslose als Kontakt-Ermittler einzustellen. Durch das Nachverfolgen von Kontakten sollen Personen ausfindig gemacht werden, die Kontakt zu einem Covid-19-Erkrankten hatten und infiziert sein könnten. Das ist eine zentrale Maßnahme, um die Ausbreitung des Krankheitserregers SARS-CoV-2 einzudämmen.

Vermittlungen nach Bundesländern
Zwischen September und Ende Oktober gelang es dem Arbeitsmarktservice in Salzburg 48 Arbeitslose als „Contact Tracer“ zu vermitteln. Doch die Stadt sucht auch weiterhin Telenfonkräfte für die Nachverfolgen von Kontakten. Die Stelle ist zeitlich auf drei Monate befristet und die Bezahlung liegt laut Ausschreibung bei etwa 1900 Euro brutto pro Monat/Vollzeit.

In Kärnten ist die Suche nach potentiellen Kontakt-Ermittlern unterdessen erfolgreich abgeschlossen. Das AMS konnte hier 45 Stellen im Bereich administratives Hilfspersonal an die Gesundheitsämter vermitteln.

In Oberösterreich haben die Bezirkshauptmannschaften und Magistrate bisher 17 Personen für die Corona-Administration eingestellt. Gesucht werden noch weitere 54 Personen. Neben Telefonkräften sind auch Sachbearbeiter und Juristen gefragt. In den meisten Fällen ist das Auswahlverfahren noch am Laufen. Zur Entlastung der öffentlichen Stellen führt das AMS auch Bewerber-Vorauswahlen durch.

In der Steiermark gelang es bisher 25 Personen durch das AMS für den Corona-Dienst zu akquirieren, es werden jedoch weitere Arbeitskräfte gesucht. Die Personen sind hier nicht als „Contract Tracer“ aktiv, sondern werden als administrative Unterstützung im Corona-Management des Landes und der Bezirkshauptmannschaften eingesetzt.

In Tirol sollen in den nächsten Wochen noch zusätzlich 30 vorgemerkte arbeitslose Personen, speziell aus den peripheren Bezirken Tirols, an die lokalen Behörden vermittelt werden. Das AMS achtet dabei auf die fachliche Eignung der Personen, weil es um genaues Erfassen von Daten geht und aufgrund der akuten Corona-Situation die Einschulung relativ kurz ist. Das Arbeitsmarktservice Tirol will auch länger arbeitslose Personen vermitteln und diesen Menschen mit Eingliederungsbeihilfen, dem Kombilohn und dem Neustartbonus helfen, zumindest befristet eine Anstellung zu finden.

Auch das AMS Vorarlberg hat Vermittlungsaufträge für Corona-Hilfskräfte von der Landesregierung bekommen. Bisher wurden fünf Personen eingestellt, weitere 20 Stellen sollen noch besetzt werden.

Im Burgenland hat das Land die Zahl der „Contact Tracer“ aufgestockt. Unter anderem wurden arbeitslose Personen eingestellt, die durch das AMS vermittelt wurden. In Niederösterreich werden circa 50 Assistenzkräfte für das Besuchermanagement in Heimen ab Dezember gesucht.

Keine Unterstützung durch das AMS brauchte hingegen Wien. Die Bundeshauptstadt hat so viele Bewerbungen für ausgeschriebene Jobs als „Contact Tracer“ und Corona-Assistenzkräfte bekommen, dass ein Recruiting durch das Arbeitsmarktservice nicht mehr notwendig war.

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