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Fußball

UEFA beschließt zahlreiche Änderungen bei Wettbewerben

UEFA beschließt zahlreiche Änderungen bei Wettbewerben
(FOTO: EPA-EFE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)
3 Min. Lesezeit |

Europapokal-Fans müssen sich auf drastische Neuerungen einstellen: Die UEFA hat tief in die Struktur der Champions League, Europa League und Conference League eingegriffen und das altbewährte Konzept über Bord geworfen.

Ab dem 17. September 2024 werden grundlegende Änderungen wirksam, die weitreichende Konsequenzen für die Organisation und Durchführung der Wettbewerbe haben.

Gesamtliga statt Gruppenphase

Nach Jahrzehnten des Bestehens von acht Gruppen mit je vier Teams verlagert die UEFA den Fokus auf ein neues Ligasystem. Die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften wird von 32 auf 36 erhöht. Anstelle von getrennten Gruppen wird es eine einheitliche Gesamtliga geben, in der alle Teams miteinander konkurrieren. Diese Anpassung betrifft sowohl die Champions League als auch die Europa League und die Conference League.

Verändertes Auslosungsverfahren

Die Auslosung erfolgt durch vier Lostöpfe, die jeweils neun Teams enthalten. Die Platzierung der Teams im Lostopf richtet sich nach ihrem Koeffizienten, mit Ausnahme des Titelverteidigers, der automatisch in den ersten Lostopf kommt. Jedes Team erhält acht Gegner zugelost und bestreitet vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Dabei wird darauf geachtet, dass keine Mannschaft gegen ein Team aus dem eigenen Landesverband spielen muss und pro Landesverband maximal zwei Teams aufeinandertreffen.

Neue Tabellensysteme und Struktur

Eine der markantesten Änderungen ist die Einführung einer einzigen Tabelle, welche die Platzierungen aller 36 Teams widerspiegelt. Im Gegensatz zu den bisherigen sechs Partien sind nun mindestens acht Spiele pro Team garantiert. Die besten acht Teams qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale der Champions League, während die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 24 in Playoffs antreten müssen. Teams, die schlechter als Platz 24 abschneiden, scheiden aus dem Wettbewerb aus, ohne in den nächstfolgenden Wettbewerb abzusteigen – der Abstieg von der Champions League in die Europa League und von der Europa League in die Conference League entfällt.

Auslosung durch Computer – außer bei Topf 1

Die UEFA erhofft sich durch diese umfassenden Reformen spannendere Spiele und ausgewogenere Wettbewerbe. Ein wesentlicher Faktor soll die Verringerung der Diskrepanz zwischen Teams, die durch Losentscheid benachteiligt waren, sein. Bisher lag der Unterschied bei etwa 66,8 Koeffizientenpunkten, das neue System soll diesen auf maximal 30 Punkte reduzieren.

Auch das Auslosungs-Event wird sich ändern: Die Teams aus dem ersten Lostopf werden weiterhin traditionell in Monaco gezogen, während die restliche Zusammensetzung von einem Computeralgorithmus berechnet wird. Ein manuelles Verfahren hätte zu viel Zeit in Anspruch genommen und wäre unpraktisch gewesen. Man hätte 1.000 Bälle und 36 Lostöpfe benötigt und es hatte wohl bis zu 4 Stunden gedauert.

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Unterschiede bei der Conference League

Im Vergleich zu den anderen beiden europäischen Wettbewerben gibt es bei der Conference League eine Abweichung hinsichtlich der Lostöpfe. Hier werden die Teams auf sechs Töpfe verteilt, auch sie spielen jedoch nach dem neuen Liga- und Tabellensystem. Die Auslosungstermine für alle drei Wettbewerbe sind auf den 29. und 30. August datiert; die genauen Infos wird die UEFA bis spätestens 31. August bekannt geben.

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KO KOSMO-Redaktion
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